
Foto: Daniela von Treuenfels
Bis zum 10. Mai ist im Garten des Schlosspark Theaters Steglitz die Ausstellung des Kunstprojektes „Facing the taboo“ zu sehen.
Die Installation ist Teil einer Kampagne des Bundesverbandes Kinderhospiz e.V., sie soll auf das Leben unheilbar kranker Kinder und Jugendlicher aufmerksam machen. Die Wanderausstellung, die ihren Anfang letztes Jahr in Nürnberg genommen hat, wird im Herbst auch in Stuttgart zu sehen sein.
Ziel ist es, Tabus und Sprachlosigkeit zu der bedeutsamen Arbeit von Kinderhospizen zu brechen. „Wir möchten mit dieser durchaus provokanten Dialogkampagne einen ganz neuen Weg gehen und wagen den Schritt in eine rein visuelle Emotionalisierung, welche die Menschen bewusst aufrütteln soll“, sagt Franziska Kopitzsch, Geschäftsführerin des Bundesverband Kinderhospiz. „Die Kinderhospizarbeit gehört in die Mitte der Gesellschaft.“
Viele Menschen verbänden mit der Kinderhospizarbeit nach wie vor Krankheit, Trauer und Tod. Kinderhospizarbeit sei nicht nur dunkel. „Die betroffenen Familien leben im Hier und Jetzt“, so Kopitzsch. „Tabus und Sprachlosigkeit führen schnell zu Ausgrenzung und Isolation.“
Dieter Hallervorden engagiert sich seit vielen Jahren für den gemeinnützigen Verband und ist unter anderem Schirmherr des Oskar Sorgentelefons, das dabei hilft, Eltern und Verwandten von lebensverkürzt erkrankten Kindern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Die Ausstellung, so der Intendant des Schlosspark-Theaters, zeigt digitale Fotografien betroffener Kinder, die zwischen Licht und Schatten projiziert wurden. „Nehmen Sie sich bitte die Zeit, durch unseren Garten zu wandeln. Erleben Sie den Prozess sich auflösender Grenzen und lassen Sie uns gemeinsam solidarisch an der Seite dieser jungen Menschen stehen, die so unendlich viel an Last zu tragen haben. Es handelt sich um Kinder, die Schutz und Sicherheit bedürfen, aber nicht wissen, ob der morgige Tag womöglich ihr letzter ist.“
pm/dt












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: