
Madame Nou ist auf ihrer Koppel für immer eingeschlafen. Besitzerin Glinda Spreen und der KJRFV trauern um die Pony-Dame. Archiv-Foto: Gogol
Trauer beim Kinder- und Jugend-, Reit- und Fahrverein Zehlendorf e.V. (KJRFV) und seinem Förderverein, dem Verein für tierischen Ruhestand e.V.: Am Dienstag ist Madame Nou nachmittags auf ihrer Koppel für immer eingeschlafen. Mit ihren über 50 Jahren war sie das älteste Pony Deutschlands, wenn nicht weltweit.
Seit 1974, nachdem sie vom Schlachter gerettet wurde, lebte die eigensinnige Shetlandpony-Dame mit den kurzen Beinen und dem großen Kopf in Zehlendorf-Düppel beim heutigen KJRFV. In den folgenden 18 Jahren lehrte sie im Schulbetrieb rund 1.500 Kindern das Reiten charakterstarker Ponys, galoppierte bei Jagden durch den Grunewald und startete mit aufgeregten kleinen Nachwuchssportlern auf Turnieren. Daneben wurde sie Mutter von sieben Fohlen und prägte die Pony-Herde im KJRFV wie keine andere.
Ab 1992 genoss sie ihren wohlverdienten Ruhestand. Die letzten Jahre bis zu ihrem Tod wurde sie täglich liebevoll von Gloria Riènzner, Gründungsmitglied des „Verein für tierischen Ruhestand e.V.“ versorgt und betreut. Der Förderverein ermöglicht den alten und kranken Pferden und Ponys des Kinder- und Jugendreitvereins ihr Gnadenbrot, wenn sie nicht mehr im Reitschulbetrieb eingesetzt werden können.
Madame Nou hat sich von einer Schlundverstopfung, die sie sich vor einigen Wochen zugezogen hatte, nicht mehr erholt. Sie wollte oder konnte nicht mehr fressen, magerte ab und wurde immer schwächer. Auf ihrer Koppel wurde sie von einem Tierarzt der Klinik für Pferde an der FU Berlin eingeschläfert und so mit einem schmerzfreien Tod erlöst. Auf Wunsch der Klinik hat der KJRFV den Tierärzten Madame Nous Körper für wissenschaftliche Untersuchungen überlassen.
(sn)












Symbolbild: Der unvergessene "Zick-Zack-Radweg" in der Leo-Baeck-Straße in Zehlendorf (2018). | Foto: Baumann[/caption]
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