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5. April 2025
»Wir befinden uns in der krisenhaften Gegenwart.«
Der Debüt-Roman von Rebecca Ramlow ist ein satirisches Verwirrspiel um einen deutschen Bio-Muttersohn, der zu »Fortpflanzungszwecken« in die USA geschickt wird und dort »militantes romantisches Einheizen« erlebt. Vor allem aber bringt hier eine Romanschriftstellerin den Mut auf, den Einheitsbrei einer Schablonenliteratur zu verlassen, in denen Literatur wie nach Strickmustern hergestellt wird.
Aus prägnant formulierten Erzähleinheiten setzt die Autorin ein Roman-Mosaik zusammen, das bekennend »kritisch gegenüber Deutschland, den USA, ganz Schwaben und allen Katholiken« ist und in fantasievollen Erzählepisoden und mit beeindruckendem literarischen Formenreichtum kein geringeres Ziel verfolgt als die künstlerische Abbildung der »nervigen, tristen Realität«. Dabei kennt sie die Versuchung, sich in Kunstwelten zu flüchten und »für immer Kind« zu bleiben: »Sollten wir uns nicht alle lieber gelegentlich abspalten, uns generell Traumwelten aufbauen? In jene hineinflüchten? Warum muss denn stets die nervige, triste Realität gewinnen? Alle reden immer von Wahrheit, aber in Wahrheit ist die Wahrheit doch oft mies.« Fragen wie diese durchziehen nicht nur »Kapitel 9) Für immer Kind – Annas Abspaltung Teil I“. Der gesamte Roman lädt dazu ein, einen neuen Blick zu riskieren: auf die Welt, aber auch auf die Erwartung an Literatur.
Die »miese Realität« einer Moderne, die auf sexuellem und emotionalem Missbrauch von Kindern fußt, wird von Rebecca Ramlow überraschend frisch, energiegeladen und aufrüttelnd geschildert.
Die Lesung wird im Rahmen von »Literature to go« veranstaltet, in Kooperation zwischen dem Joanmartin Literaturverlag und »The Space - Coworking in Zehlendorf«. Eintritt 6 €, ermäßigt 3 €. Tickets direkt vor Ort an der Abendkasse oder online unter https://eventfrog.de/de/p/kunst-ausstellungen/kultur/lesung-die-leiden-des-mittelalten-herbies-rebecca-ramlow-7261387859927496864.html












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
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Das Amtsgericht Charlottenburg hat am 2. Juli „wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung“ das Insolvenzverfahren über das Vermögen der SF Grambin Beteiligung GmbH eröffnet. Dem Unternehmen gehört das Grundstück Birkbuschstraße 40-42, auf dem sich große Teile des ehemaligen Kraftwerks Steglitz befinden. Die markanten Backsteinbauten am Teltowkanal gingen vor zwei Jahren im Rahmen eines Zwangsversteigerungsverfahrens in den Besitz der heutigen Eigentümer über,