Am 1. Mai feiert einer der ältesten Sportvereine Berlins Jubiläum: Der BFC Preussen wird 120 Jahr alt.
Am 1. Mai 1894 wurde der Verein zunächst als reiner Fußballverein in Tempelhof gegründet. Dies Sportart prägte über viele Jahrzehnte das Gesicht des Vereins – und der Verein die Sportgeschichte Berlins und Deutschlands. In den ersten 20 Jahren holte der BFC mehrmals die Berliner Meisterschaft, er brachte Nationalspieler wie Walter Sorkale und Torwartlegende Rudolf „Rulle“ Schönbeck hervor, Vereinsmitglieder waren Mitbegründer des VBB und des DFB. Preusse Felix Linnemann war von 1925 bis 945 Präsident des DFB.
Im Laufe der Jahrzehnte aber wurde der BFC zur Heimat vieler weiterer Sportarten. In den 1920er Jahren machten die Leichtathleten und die Eishockeyspieler von sich reden. In den 1960er und 70er Jahren feierten die Preussen auf dem Eis große Erfolge, doch im Sommer 1971 wurde die Mannschaft aufgelöst. Die Spieler verstärkten den Kader des Berliner Schlittschuh-Clubs (BSchC). Die Leichtathleten Daniela Kluß und Carsten Köhrbrück waren noch in den 1980er und 90er Jahren in der deutschen Spitze zu finden. Aus England führten die Preussen den Kricketsport in Berlin ein und auch der Landhockeysport wurde durch den Preussen Helmut Thurein salonfähig. 1927 kamen dann die Handballer hinzu, deren große Zeit aber erst im letzten Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts kommen sollte.
Der Zweite Weltkrieg kostete nicht nur vielen Preussen das Leben, auch die 1938 erbaute Lankwitzer Sportanlage wurde zerstört. 1949 fassten beherzte Männer wieder an und erweckten den BFC Preussen zu neuem Leben. Männern wie unter anderem Richard Wanderer, Kaufhaukönig Carl Walden, Architekt Gerhard Friedrich, Handballboss Manfred „Manne“ Plötz und Steuerberater Helge Rippel packten kräftig zu und brachten wieder Wasser unter den Kiel des angeschlagenen Schiffes und führten es zu neuen Ufer. Zum 100. Geburtstag 1994 konnte der Verein wieder auf tolle Erfolge und Meisterschaften blicken.
Zwischendurch gab es auch Bob-Schlitten- und Skisport sowie erfolgreichen Eisschnelllauf und Volleyball bei den Preussen, und das Bild von Handballboss Manne Plötz als Steuermann im Viererbob ging durch die Presse. Zum „Preussentag des Sports“ gab es Radrennen wie einst in der Katzbachstraße mit der deutschen Eisschnelllaufelite, die Berliner Läuferspitze war beim Start um die „Preussenmeile“ dabei, die weltberühmte Motorradstaffel der Berliner Polizei war zu sehen und natürlich Fußball und Handball. Der damalige Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen und Bezirksbürgermeister Klaus-Dieter Friedrich waren oft zu Gast bei den Preussen.
Nach der Wende waren es die Handballer, die viele internationale Turniere und Meisterschaften in den Adlerhorst holten, mit dabei waren Mannschaften wie der Europapokalsieger Granitas Kaunas und SKA Minsk. Die Handballer stiegen zur sportlich erfolgreichsten Abteilug der Preussen auf und vertraten den Verein auch überrgional.
So erfolgreich wie in den vergangenen 120 Jahren wollen die Preussen in die nächsten Jahrzehnte wandern und präsentieren am 1. Mai auf ihrer Sportanlage an der Lankwitzer Malteserstraße ab 10.30 Uhr einen Querschnitt durch den Sport. Ab 18 Uhr kommt viel Prominenz aus Sport und Politik, um zum Jubiläum zu gratulieren und den Verein hochleben zu lassen. Der Abend endet mit einem Feuerwerk.
(mpl/sn)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: