So sah es während der Bauarbeíten in der Schwimmhalle in Lichterfelde aus. Im Juni wird sie wieder geöffnet. Archiv-Fotos: Gogol

Das Schwimmbad an der Finckensteinallee in Lichterfelde öffnet ab Juni wieder, das teilten die Berliner Bäder-Betriebe auf ihrer Pressekonferenz am Mittwoch mit. Es dient zunächst als Ausweichquartier für Schwimmvereine, die aufgrund der Schwimm-Europameisterschaften, die vom 13 bis 24. August in Berlin stattfindet, ihre Trainingsstätten vorübergehend verlieren. Nach den Sommerferien öffnet das Bad in Lichterfelde dann offiziell und das erste Mal in seiner über 75-jährigen Geschichte – gebaut und genutzt wurde es über viele Jahre als Soldatenbad – für alle – auch für die zahlende Öffentlichkeit

Das Schwimmbad an der Finckensteinallee ist eines von drei Bädern in Berlin, die rechtzeitig vor der Europameisterschaft fertig werden. „Wir freuen uns, die Bäder wieder in Betrieb zu nehmen“, sagt Ole Bested Hensing, Vorstandsvorsitzender der Berliner Bäder-Betriebe, „es bedeutet für uns jedoch einen großen Kraftakt, den wir stemmen müssen.“

Noch liegt die Schlussrechnung für die Baustelle Finckensteinallee nicht vor, fest steht aber, dass die Kosten am Ende höher liegen werden, als die zunächst veranschlagten 11,3 Millionen Euro. Der Grund dafür sind zusätzliche Baumaßnahmen. Kurz vor Fertigstellung der neuen Hallendecke brach der denkmalgeschützte Putz von den Wänden. Wegen der zusätzlichen Kosten sowie den neuerlichen Abstimmungsgesprächen mit dem Denkmalschutz ruhte die Baustelle über viele Wochen, und der Bau- und Kostenplan geriet noch einmal durcheinander.

Finanziert werden die Bauarbeiten vor allem durch Zuschüsse, so flossen Gelder aus dem Bädersanierungsprogramm sowie aus dem EU-geförderte Umweltentlastungsprogramm II in die Schwimmhalle. „Ohne diese Fördermittel wären die Bauarbeiten nicht möglich gewesen“, erklärte Hensing.

Die Lichterfelder Schwimmhalle ist seit 2006 geschlossen. Vor rund drei Jahren begannen die umfangreichen Sanierungsarbeiten an dem 1930er-Jahre-Bau. Der gesamte Innenbereich des Hauses samt Becken und Sprungturm mussten aufgrud des maroden Zustands abgerissen werden. Das neue Becken ist nur noch zwei statt 4,50 Meter tief, der Sprungturm wurde nicht wieder aufgebaut. Dafür gibt es neue Dusch- und Umkleidekabinen.

(sn)