Ihre Ideen und Projekte konnten die Kinder den Bezirkspolitikern vorstellen. Foto: KiJuB

„Wir möchten uns für mehr Bühnenequipment in unserer Jugendfreizeiteinrichtung einsetzen und eine bereits sich im Bau befindende mobile Bühne fertigstellen“,  „Unterricht macht im Freien – im Grünen – mehr Spaß und bringt Abwechslung, dafür brauchen wir aber die Ausstattung“,  „Graffiti ist keine Kunst? Das sehen wir anders! Wir sprayen gerne, aber nicht an Hauswänden! Wir wollen eine Wand, an der wir jederzeit und ungestraft unsere Kunst des Sprayens zeigen können!“ – Das sind nur einige der Forderungen von Kindern und Jugendlichen, für die sie beim zehnten Kinder- und Jugendforum erwachsene Unterstützer fanden.

Was aus ihrer Sicht im Bezirk getan werden muss, dass teilten die Kinder am Sonnabend den Bezirkspolitikern mit und hofften auch auf deren Unterstützung bei der Umsetzung.

In einem Kurzfilm wurde zunächst gezeigt, in welchen Bereichen im Bezirk Kinder- und Jugendbeteiligung eine grundlegende Rolle spielt. Im Anschluss konnten sich die anwesenden Kinder und Jugendlichen zu Wort melden und sich zu ihrem Engagement äußern: Was motiviert sie, Projekte umzusetzen? Wie können sie Mitstreiter für ihre Ideen gewinnen? Und was braucht es, damit die Vorhaben gelingt? Dazu gab es facettenreiche Einblicke, der Grundtenor war: „ Wenn man nichts macht, dann passiert auch nichts! Mitmachen lohnt sich immer!“ In diesem Sinne stellten die jungen Menschen den Politikern und der Verwaltung des Bezirks ihre Anliegen, Initiativen und Projektideen vor, um sie für ihre Vorhaben zu begeistern.

Zuvor hatten sich die Kinder und Jugendlichen lange auf das Forum vorbereitet und neben Plakatwänden auch ein Modell zum Thema „Grünes Klassenzimmer“ gebaut. Zum selben Thema wurde auch ein Film von den Schülern gedreht, um der Öffentlichkeit Einblicke in ihr Lebensumfeld zu gewähren. Eine andere Projektgruppe setzte sich dafür ein, dass junge Bands mehr Unterstützung erhalten sollten, beispielsweise was die Ausstattung der Räumlichkeiten in Jugendfreizeiteinrichtungen anbelangt, und brachte die Anwesenden mit einer kleinen musikalischen Untermalung auf den Geschmack. So viel Einsatz verdiente dann auch Unterstützung, so dass sich sowohl Politiker als auch die Verwaltung dazu bereit erklärten,  im kommenden Jahr die Unterfangen der jungen Menschen zu unterstützen. Weitere Vereinbarungen wurden geschlossen für den Dauerbrenner, die barrierefreie Umgestaltung des U-Bahnhofs Oskar-Helene-Heim, für mehr Information über Kinderarbeit, für eine Überdachung des selbstgebauten Parcours und die barrierefreie Umgestaltung eines Bauwagens.

Doch mit dem Unterschreiben der Vereinbarung ist es noch lange nicht getan. Jetzt müssen die Ideen umgesetzt werden. Das Kinder- und Jugendbüro (KiJuB) wird regelmäßig auf der Internetseite und im online-Newsletter „Beteiligungsinfos SZ“ berichten, wie es weitergeht.

Das KiJuB war veranstalter der Kinder- und Jugendforums. Bei ihm bedankte sich Bezirksstadträtin Christa Markl-Vieto (Grüne) für  zehn Jahre Arbeit im Bereich der Kinder- und Jugendbeteiligung.

(sn)