So wie hier beimBasketballspiel der Royal Air Force Gatow gegen die Britische Rheinarmee im September 1991 wird auch am Sonnabend um die Punkte gekämpft. Foto: Crown Copyright

Am Sonnabend, 8. September, kehren ehemalige Stammspieler des Freiplatzes Dreilinden auf ihren „home court“ zurück und liefern sich ein „Oldie“-Turnier. Unter ihnen auch der  Nationalspieler Ademola Okulaja.

Organisiert hat das Turnier Manfred Heyn, ehemaliger Sportlehrer des Dreilinden-Gymnasiums. Der Pädagoge setzt sich dafür ein, dass der Freiplatz an der Dreilindenstraße 49 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird: „In Berlin vorhandene Sportflächen sollten optimal genutzt werden können und nicht am Wochenende ungenutzt bleiben.“ Vor etwa einem Jahr war die Anlage nach Vandalismusschäden geschlossen worden. Seitdem kann ausschließlich das Dreilinden-Gymnasium den Freiplatz für den Schulsport nutzen.

Freiplatz und Turnhalle des Dreilinden-Gymnasiums stehen in enger Verbindung mit der alliierten Geschichte Berlins: „Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Schule etwa ein halbes Jahr lang von US-Soldaten genutzt“, erzählt Manfred Heyn. „Als der Schulbetrieb wieder aufgenommen wurde, gab es eine Überraschung: In der Turnhalle hatten die Amerikaner zwei Basketballkörbe mit überlangen Netzen hinterlassen.“ Im Rahmen des Jugendprogramms der Alliierten konnten Jugendliche auf dem damals noch sehr kleinen Schulhof Sportarten wie Basketball oder auch Baseball erlernen. Später zog der legendäre Dreilinden-Freiplatz Basketball-Interessierte aus ganz Berlin an. Bei schönem Wetter versammelten sich dort manchmal bis zu 200 Basketballer, die auf drei Spielfeldern 5 gegen 5 spielten. Der Freiplatz war auch „home court“ für spätere Profis und Nationalspieler wie  Okulaja.

Das Basketball-Turnier, dasum 14 Uhr beginnt,  gehört zum Rahmenprogramm der neuen Sonderausstellung im AlliiertenMuseum „Fair Play. Die Alliierten und der Sport“.

(sn)