Am Platz des 4. Juli soll es ruhiger werden. Archiv-Foto: Gogol

Mit gleich drei Anträgen, die die Bezirksverordneten am Mittwoch beschlossen, soll den gegenwärtigen und zukünftigen Anwohnern des Platzes des 4. Juli das Leben angenehmer gemacht werden.

So soll der Fahrschul- und Prüfungsverkehr nur noch werktags von 8 bis 19 Uhr gestattet werden. Dies soll durch ein zusätzliches Schild kenntlich gemacht werden. Um sicher zu gehen, dass das Schild auch gesehen wird, soll nun geprüft werden, ob die Parkplätze durch Leitplanken, kniehohe Gitter, Blumenkübel oder ähnliche Barrieren abgegrenzt werden können, so dass der Zugang nur über die Zufahrt möglich ist. Die Vorschläge entstammen einer gemeinsamen Veranstaltung des Fahrlehrer-Verbandes e.V. mit Fahrschulen und Anwohnern. Letztere fühlen sich durch den Verkehr gestört, da der Platz auch nachts zu Fahrübungen und „motorisierten Spielereien“ sowie an Sonn- und Feiertagen genutzt werde, heißt es in der Begründung des Antrages.

Mehr Ruhe bringen soll auch ein Tempo 30-Schild, das die Bezirksverordneten gern an der Durchgangsstraße am Platz sähen. Das soll in der Zeit von 22 bis 6 Uhr gelten. Damit soll vor allem der Lieferverkehr für das Gewerbegebiet verlangsamt werden.

Beide Forderungen sind durch das Bezirksamt zu prüfen. Das ist zudem aufgefordert sich bei den Verkehrsbetrieben dafür einzusetzen, dass die Betriebszeiten der Buslinie 285 zwischen Rathaus Steglitz und Appenzeller Straße verlängert werden. Vor allem an den Wochenenden und den Abenden bestehe keine direkte Verbindung zu U- und S-Bahn am Rathaus Steglitz zu den Siedlungen McNair und Lesley-Lofts am Platz des 4. Juli. Das soll sich „im Sinne einer umweltfreundlichen Verkehrspolitik“ ändern.

(sn)