
Sanitäranlagen wie hier am Gymnasium Steglitz müssen weiter auf eine Sanierung warten. Archiv-Foto: LEA
Dacharbeiten am Schadow-Gymnasium – verschoben, Sanierung der Sanitäranlagen in der Bröndby-Schule – verschoben, Sanierung der Sanitäranlagen in der Grundschule am Königsgraben und dem Paulsen-Gymnasium – beides verschoben. Diese und weitere wichtige Arbeiten an Schulen in Steglitz-Zehlendorf sind bereits genehmigt und sollten noch in diesem Jahr beginnen – doch wie es derzeit aussieht, wird nichts davon realisiert. Und noch schlimmer: Steglitz-Zehlendorf gehen dadurch Fördergelder aus dem Schul- und Sportstättensanierungsprogramm in Höhe von rund einer Million Euro verloren. Verschoben werden ins nächste Jahr kann das Geld nicht, es muss in diesem Jahr in Rechnung gestellt werden, erklärt Schul-Bezirksstadträtin Cerstin Richter-Kotowski (CDU).
Schuld an der Misere soll die Personalnot im Bauamt sein. Es fehlten Mitarbeiter, die die komplizierten Verträge mit den Architekten aufsetzen können und die Projekt begleiten, erklärt Richter-Kotowski. Sie habe beim zuständigen Bezirksstadtrat Michael Karnetzki (SPD) darum gebeten, die Schulprojekte vorzuziehen, um so die Fördergelder zu sichern. Karnetzki war für eine Stellungnahme bisher nicht erreichbar. Aus andere Quelle aber heißt es, dass beispielsweise in einer Abteilungen des Bauamtes nur 1,5 Stellen von eigentlich sechs besetzt seien. Es gebe mehrere Dauererkrankte, andere Mitarbeiter hätten das Handtuch geworfen.
Richter-Kotowski versicherte, dass das Schulamt tut, was könne, um eine Möglichkeit zu finden, die Zuweisungen im Bezirk zu halten.
Der Bezirkselternausschuss (BEA) versucht es derweil mit einem Antrag, mit dem die Zuweisungen für das nächste Haushaltsjahr gesichert werden sollen. Der wurde an den Senat weitergeleitet und soll auch die Bezirksverordnetenversammlung demnächst beschäftigen.
Man habe versäumt, das notwendige Personal einzustellen, kritisiert die BEA-Vorsitzende Birgitt Unteutsch. Das räche sich nun. Die Leidtragenden sind die Kinder, die weiterhin die dreckigen Toiletten benutzen müssen, obwohl sich der Bezirk doch ganz groß auf die Fahnen geschrieben habe, in diesem Jahr die Sanitäranlagen instandzusetzen.
Aufgeholt werden könne der Sanierungsrückstau so nicht. Seit zehn Jahren beobachte sie, in welchem raschen Tempo der Stau anwachse, so Unteutsch. Selbst wenn Aufgaben abgearbeitet würden, kämen immer wieder neue Instandhaltungen und Wartungen dazu.
(go)










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