
Nicole Strosche (3.v.l.) von der Elterninitiative der Emil-Molt-Schule und Petra Glasmeyer von Mittelhof (3.v.r.) mit HelferInnen und Security-Männern bei der Übergabe der Schulutensilien. Foto: Bavandi
Glücklicher Schuleinstieg: Die Elterninitiative der Emil-Molt-Schule sammelte 50 Schulranzen und 42 Schultüten für Flüchtlingskinder am Hohentwielsteig.
Die Schulranzen enthalten wirklich alles, was sich ein Schulkind wünscht und für seinen täglichen Schulbesuch auch benötigt: Federtaschen mit Bunt- und Malstiften, Brotdosen, Sportbeutel, Hausaufgabenhefte, Füller, Tuschkästen oder Trinkflaschen. Eine Elterninitiative der Freien Waldorfschule Emil-Molt-Schule in Zehlendorf hat sich tatkräftig die Mühe gemacht zu helfen, dieses Anliegen schnell und spontan durchgesetzt und somit insgesamt 50 Schulranzen für die Flüchtlingskinder im Containerdorf am Hohentwielsteig gesammelt.
Auch eine ganze Menge an Schultüten konnte die Initiative für die Übergabe an die Kinder des Containerdorfes gewinnen. „Insgesamt sind es 42 Schultüten, die von Eltern, Kindern und dem Hort-Team prall gefüllt worden sind“, sagt Nicole Strosche, die den Einsatz für die berlinweite Aktion „Schultüten für Flüchtlingskinder“ in Zehlendorf koordiniert sowie die Initiative der Emil-Molt-Schule gestartet hat und betreut. „Wir haben doch alle genug, und es lagern so viele Sachen wie auch Schulranzen in unseren Kellern, die wir gar nicht brauchen“, findet die bald vierfache Mutter. Daher ging es ganz schnell, alles zu koordinieren und anzuschaffen. „Wir haben Informationen über den internen Schulverteiler und in allen Klassen verteilt und hatten eine externe Sammelstelle im Kunstgewerbehaus“, so Strosche.
Petra Glasmeyer von der Villa Mittelhof, die ehrenamtliches Engagement zu lenken hilft, ist von dieser freiwilligen Aktion beeindruckt. „Die Initiative ist großartig. Und es ist schön zu sehen, dass auch tatsächlich jemand hilft, wenn gerade Hilfe gebraucht wird“, so Glasmeyer.
Seit heute, Montag, 7. September, sind 14 Mädchen und acht Jungs aus verschiedenen Nationen wie Syrien, dem Kosovo, Afghanistan oder Albanien stolze Besitzer dieser Ranzen und Tüten. Die wichtigen Utensilien wurden in vier voll beladenen Pkw in die Einrichtung gebracht und vorerst dort nur abgegeben. Initiativen-Gründerin Nicole Strosche dazu: „Es ist wichtig, dass die Flüchtlingskinder eigene Schulranzen und Schultüten besitzen und bereits an ihren ersten Schultagen in ihren Händen halten können“. Am Mittwoch, 9. September, werden die Mädchen und Jungs aus dem Flüchtlingsheim am Hohentwielsteig in der Buschgraben-Schule eingeschult werden. Genauso wie alle anderen Erstklässler werden sie vom ersten Tag ihrer Schulkarriere an zumindest in Sachen Ausrüstung die gleiche Startposition innehaben wie Berliner Kinder.
MiBa












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: