Das Land Berlin hat dem Flüchtlingsheimbetreiber Gierso Boardinghaus Berlin GmbH gekündigt. Das sagte Elke Breitenbach (Linke), Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, am heutigen Mittwoch, 21. Juni. Gierso betrieb insgesamt fünf Flüchtlingsunterkünfte in Charlottenburg, Pankow, Spandau und Steglitz-Zehlendorf. 900 Menschen müssen nun neu untergebracht werden. In Steglitz-Zehlendorf geht es um die Unterkünfte Goerzallee und Klingsorstraße.
Grund für die Kündigung ist nach Angaben von Breitenbach, dass der Betreiber die Überweisung einer siebenstelligen Summe bis zum 27. Juni vom Landesamt für Flüchtlinge (LAF) gefordert habe. Anderenfalls würde man die Unterkünfte schließen, hieß es. „Wir lassen uns nicht erpressen“, begründete die Senatorin die Kündigung.
Nun müssen die Geflüchteten anderweitig untergebracht werden. Das LAF arbeite zusammen mit den Bezirken an Lösungen, heißt es.
Über den Flüchtlingsheimbetreiber wurde in den vergangenen Jahren immer wieder berichtet. Unter anderem, weil das Unternehmen im Verdacht stand, überhöhte Rechnungen an das Land zu stellen und nicht erbrachte Leistungen abzurechnen. Im vergangenen Herbst war Gierso deshalb Ziel einer Razzia. Der Betreiber wies die Vorwürfe damals allerdings zurück.
(eb)













Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: