Besseres Wetter hätte sich die Grundschule am Stadtpark Steglitz kaum wünschen können: Bei strahlendem Sonnenschein feierte die zum Schuljahresanfang fusionierte Grundschule ihr erstes gemeinsames Sommerfest. Schüler, Eltern, Lehrer, aber auch ehemalige Schüler, Ehrenamtliche, Bauleiter, Architekt, Vertreter vom bezirklichen Schul- und vom Bauamt – sie alle waren gekommen.
Für Schulleiter Matthias Meyer eine große Freude. „Ich bin sehr zufrieden. Sie sehen mich lächeln“, sagte er. Nicht nur die große Zahl an Besuchern freute ihn, sondern auch, dass die Kinder so viel für das Fest vorbereitet hatten. Es gab ein buntes Bühnenprogramm mit Tanz und Gesang, zahlreiche Stände, an denen das Glücksrad gedreht oder Lose gezogen werden konnten; ihre Geschicklichkeit und Treffsicherheit stellten Kinder und Erwachsene beim Kartoffellauf, beim Torwandschießen und beim Schubkarre-Fahren unter Beweis. Wer davon hungrig oder durstig wurde, fand ausreichend Möglichkeiten, sich zu stärken. Etwa am Kuchenstand der Eltern. Fast 100 Kuchen hatten die Mütter und Väter gespendet und verkauften sie zu kleinen Preisen. Der Erlös geht an den Förderverein der Schule. Der finanziert „Sachen, für die die Schule kein Geld hat“, sagte die Vereinsvorsitzende Eva Kluge. Dazu gehören der Auftritt eines Kindertheaters und Dankeschön-Gutscheine für die ehrenamtlichen Lesepaten, der Verein leistet Zuzahlungen für Kinder beim Zirkusprojekt und unterstützt Klassenfahrten. Doch es gibt noch ein paar größere Wünsche, zum Beispiel Schulkleidung und Smart-Boards.
Auch Informatives gab es auf dem Schulfest, zum Beispiel bei Anette Marks von der Volkshochschule Steglitz-Zehlendorf. Die bietet an der Grundschule Deutschkurse für Mütter an. Zweimal in der Woche lernen die Mütter zum Beispiel, wie man Zeugnisse liest und interpretiert und wie man Entschuldigungen schreibt – eben alles, was sie im Schulalltag brauchen. Auch Ausflüge gehören zum Kurs dazu, zum Beispiel in die Domäne Dahlem, ebenso der Besuch von Fachleuten, etwa zum Thema Zahngesundheit von Kindern.
Derzeit sind es zehn bis zwölf Mütter, die montags und mittwochs von 8.15 bis 11.30 Uhr in der Bibliothek Vokabeln pauken. Die Frauen kommen aus dem Libanon, dem Irak, der Türkei, Polen, Bosnien und Ungarn. Neue Mitlernende, egal welchen Niveaus, sind jederzeit willkommen.
(go)













Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner