Spenden für den Liebermann-Garten der Zukunft

Spenden für den Liebermann-Garten der Zukunft

Rosengarten im Liebermann-Garten, Foto: Liebermann-Villa

 

Erneuern, reparieren, klimafit machen – für den Erhalt und die Weiterentwicklung des Gartens der Liebermann-Villa am Wannsee werden noch bis 2024 Spenden gesammelt.   

Um die Zukunft der denkmalgeschützten Grünanlage zu gewährleisten, rief die Liebermann-Villa Anfang 2022 die Aktion „Garten. Spende. Zukunft“ ins Leben. Vom ursprünglichem Spendenziel von 160.000 € sind bereits 100.000 € zusammengekommen. Damit wurden bisher unter anderem die Erneuerung des Rosengartens und des Ovalen Gartens der Liebermann-Villa finanziert. Weitere 60.000 Euro werden unter anderem für eine Tröpfchenbewässerung, trockenheitsresistente Buchsbäume oder die Restaurierung einiger Bänke benötigt. 

Zur Unterstützung der Spendenaktion gibt es im Garten der Liebermann-Villa einige Sonderveranstaltungen. Darunter Benefizführungen mit Gärtner Sven Lieberenz jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat, Gartentage mit Marktstand und Maltisch für Kinder (erster Gartentag am Do., 18. Mai 2023) sowie eine Open-Air-Reihe im Sommer mit Benefizkonzerten. Die startet im Juni mit vier Violinistinnen bzw. Violinisten des Deutschen Symphonie-Orchesters, geht im Juli mit Hans-Jürgen Schatz & Alexander Ruess weiter und endet im August mit Sigrid Grajek & Stefanie Rediske.   

Ohne öffentliche Grundförderung finanziert sich die Liebermann-Villa überwiegend durch Eintrittsgelder, die jährlichen Mitgliedsbeiträge und Spenden. Alle Informationen zur Spendenaktion zur Ertüchtigung des Gartens unter:  

liebermann-villa.de/garten-spende-zukunft 

 

Villa Liebermann am Wannsee 

Colomierstraße 3, 14109 Berlin 

April – September: Täglich außer dienstags, 10 – 18 Uhr 

Oktober – März: Täglich außer dienstags, 11 – 17 Uhr 

An Feiertagen geöffnet 

Eintritt Regulär 10 €, ermäßigt 6 € 

Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren 

https://liebermann-villa.de/  

 

pm/dt

 

 

 

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Unter den Eichen: Radweg-Rückbau erfolgt nicht sofort

[caption id="attachment_104422" align="aligncenter" width="622"] Ehemaliger Rad- und Fußweg Unter den Eichen - geht jetzt alles auf Anfang? Back to the Roots? | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]   Die umkämpfte rund 600 Meter lange Radspur auf der B1 entlang des Botanischen Gartens bleibt bis auf Weiteres bestehen. Eine Sondersitzung des Verkehrsausschusses der BVV geriet zum wahlkampfgeprägten Schlagabtausch. Die Bezirksverwaltung sieht vor einer Umsetzung des von der Senatsverwaltung angeordneten Rückbaus der Radwegeanlage auf der Straße Unter den Eichen (die Stadtrand-Nachrichten berichteten) rechtliche Bedenken. Weil die Sicherheit der Fußgänger nicht gewährleistet sei, sehe sein Amt Haftungsrisiken, so Stadtrat Urban Aykal (Grüne) in einer von der CDU beantragten Sondersitzung des Ausschusses für Mobilität, Verkehr und Ordnung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Hinzu komme, so Aykal, dass der Bezirk keine Mittel für die Arbeiten zur Verfügung habe. Die Maßnahme würde 65.000 Euro kosten, die auch bei der Senatsverwaltung angefordert worden seien. Auf eine Reaktion der übergeordneten und für das Hauptstraßennetz zuständigen Behörde warte man nun seit einem Monat. „Sobald das Geld da ist, schreiben wir aus“, so der Stadtrat. Der Radstreifen war 2022 von der Senatsverwaltung unter der damaligen Senatorin Bettina Jarasch (Grüne) angelegt worden. Die Begründung damals: der damalige Radweg sei zu schmal und zu kaputt. Das ist er auch heute noch, hier hat sich nichts verändert – außer der Einschätzung der Verwaltung unter der jetzigen Senatorin Ute Bonde (CDU). Wenn die Radfahrer auch den Fußweg zugeschlagen bekommen, heißt es in der Rückbauanordnung, passe die Breite. Das ist dünnes Eis – und für Urban Aykal kein rechtskonformer Weg. Der lasse sich nur erreichen, wenn entlang des Botanischen Gartens die Bäume gefällt werden. „Das wäre die Vollkatastrophe, das würde ich nicht mitmachen“, so der Stadtrat. Thorsten Hippe bezweifelte, dass die Mittel für den Rückbau nicht im Bezirksetat vorhanden seien. Auch der Hinweis der zuständigen Verwaltungsmitarbeiterin, dass der Etat für dieses Jahr entweder ausgegeben oder verplant sei, überzeugte den CDU-Fraktionsvorsitzenden nicht. Er werde das überprüfen. Das BVV-Urgestein Hippe hat seine ganz besondere Abneigung gegen Urban Aykal, die er besonders in den Sitzungen des Bezirksparlamentes auslebt. Da kommt es schon mal vor, dass der scharfzüngige Jurist den Dezernenten in der laufenden Debatte körperlich bedrängt, indem er, sich vor dem Redepult aufbauend, den Stadtrat in ein Zwiegespräch verwickelt. Wenn nun also Torsten Hippe, der eigentlich dem Verkehrsausschuss gar nicht angehört, in einer Sondersitzung den Wortführer seiner Fraktion gibt, geht es nur am Rande um pragmatische Lösungen. Hippe hat seine eigene Agenda, und die heißt Aykal. Daher muss sich der Ausschussvorsitzende Jens Kronhagel (CDU) für die formal ungenügende und aggressiv formulierte Tagesordnung entschuldigen, die er „Eins zu Eins“ von seiner Fraktion übernommen hatte. Hippes Angriffe zerschellten am Dienstag zum einen an einem sonst eher defensiven Aykal, der mehrfach und unmissverständlich deutlich machte, dass er nicht die Absicht habe, sich vorführen zu lassen. Außerdem hatte der CDU-Politiker Schwierigkeiten, Zweifel an den Aussagen des Stadtrates zu säen. Seine Mitarbeiter erläuterten bei Bedarf die Überlegungen des Amtes und ordneten die rechtliche Situation ein. Die Bezirksverordneten sind unter anderem gewählt, um die Verwaltung zu kontrollieren. Man darf nun gespannt sein, ob die CDU in den Winkeln des Bezirkshaushaltes irgendwo noch 65.000 Euro für den Rückbau der Radwegeanlage Unter den Eichen findet.

Daniela von Treuenfels

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