
Auf Wunsch der Kinder und Jugendlichen: So soll der neue Spiel- und Bolzplatz aussehen. | Grafik: Bezirksamt, Raum für Beteiligung
Nach jahrelanger Sperrung: Kinder und Jugendliche in Lankwitz können bald ihren Bolzplatz wieder nutzen.
Der derzeit durch Robinienaufwüchse nicht nutzbare Bolzplatz wird mit einem Elastikpflaster wiederhergestellt, teilt das Bezirksamt mit. Auf dem Bolzplatz kann zukünftig wieder Basketball und Fußball gespielt werden. Weiterhin wird eine barrierefreie Erschließung des Spielplatzes geschaffen. Zusätzlich zu dem Kletterkubus werden weitere, kleine Spielgeräte eingebaut und neue Aufenthaltsbereiche mit Sitzmauern und Tischen hergestellt.
Bei den Überlegungen zur Instandsetzung der kaputten Substanz wurden Kinder naheliegender Grundschulen mit einbezogen. Die Dokumentation des Beteiligungsverfahrens zeigt einerseits die traurige Wirklichkeit des Umgangs mit Orten, die für junge Leute gedacht sind. Von „starkem Wildaufwuchs mit Dornen“ ist die Rede, weswegen der Bolzplatz dauerhaft geschlossen wurde. Warum eine sofortige Reparatur unterblieb, bleibt unklar. Der Spielplatz „wirkt eingewachsen und unter anderem durch die fehlende Zugänglichkeit abgeschottet“. Für die fehlende Pflege der Anlage gibt es ebenfalls keine Erklärung.
„Viele Jahre“, heißt es, haben sich Kinder und Jugendliche „im Rahmen des Marktplatzes der Ideen dafür eingesetzt, einen neuen Belag für den Bolzplatz zu bekommen“. „Jahrelang“ hätten sich auch die Sprecher des Runden Tisches für eine Sanierung ausgesprochen. Irgendwann haben die Engagierten beim Stadtrat Urban Aykal ein offenes Ohr gefunden. Der Stadtrat konnte wiederum die BVV überzeugen, 300.000 Euro Investitionsmittel bereitzustellen. Das Geld soll in den kommenden vier Monaten verbaut werden.
Daniela von Treuenfels
Die Stadtrand-Nachrichten finanzieren sich durch Spenden ihrer Leserinnen und Leser.
Wenn es Ihnen hier gefällt, Sie etwas Spannendes entdeckt oder etwas Neues gelernt haben, können Sie uns via Paypal ein Trinkgeld dalassen.
Herzlichen Dank!
Hier geht es zu unserem Paypal-Konto












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
[caption id="attachment_104237" align="aligncenter" width="622"]
Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner