Sommerzeit ist Reisezeit. Und so verlassen auch die StadtrandNachrichten in den Sommerferien ihren Heimatbezirk, um sich umzusehen, was die anderen Bezirke und das Umland zu bieten haben. In unregelmäßigen Abständen teilen wir mit Ihnen unsere Erlebnisse. Heute nehmen wir Sie mit nach Neukölln, zum „biOriental“ Wochenmarkt am Maybachufer.
Es ist kurz vor 10 Uhr. Der Markt öffnet erst in einer Stunde, trotzdem herrscht schon reges Treiben am Ufer des Landwehrkanals. Die Händler bauen ihre Stände auf, erste Kunden halten Ausschau, wo man schon Tomaten, Erdbeeren und Sesamringe erstehen kann.
Getreu der Devise, dass man mit hungrigen Magen nicht einkaufen soll, beginnt der Marktbummel für uns in der Ankerklause an der Kreuzung Maybachufer und Kottbusser Damm. Statt an den Tischen vor der Tür machen wir es uns auf der Terasse gemütlich. Dort ist es ruhig. Wir sitzen quasi über dem Wasser des Kanals, Ausflugsdampfer fahren an uns vorbei und wir haben die Qual der Wahl. Neben klassischen Frühstücken mit Brötchen, Honig, Käse und Wurst sowie Rührei kann man auch mexikanisch und englisch frühstücken. Wir entscheiden uns für French Toast und Kräuterrührei – einfach lecker und viel zu viel.
So gut gestärkt geht es auf den Markt. Ein wenig wie in Südeuropa fühlt man sich, auf der Straßenseite direkt am Wasser ist die Gasse schmal, links und rechts gibt es Obst, Gemüse und Kräuter zu kleinen Preisen, auch Frischfleisch und -fisch wird feilgeboten, ebenso Fladenbrote, Käse, mediterrane Cremés, … Auch wir können nicht widerstehen, in unseren Einkaufsbeutel wandern eine Kiste Himbeeren für vier Euro, drei Avocados für einen Euro, drei Mangos für 1,50 Euro, ein Blumenkohl für 99 Cent und vieles mehr. Auch wenn die niedrigen Preise dazu verleiten, wahllos zuzugreifen, sollte man trotzdem auf die Qualität der Waren achten.
Aber nicht nur günstige Produkte vom Großmarkt werden angeboten, sondern auch regionale und Bioprodukte aus Brandenburg, etwa Kartoffeln von „freilaufenden Bauern“.
Wer Hunger bekommt, für den gibt es herzhafte und süße vor allem türkische Spezialitäten für den sofortigen Verzehr. Fast bedauern wir es, vorher gefrühstückt zu haben – aber nur fast.
Was den Markt von anderen unterscheidet ist die riesige Auswahl an Stoffen. Alle paar Meter gibt es Baumwoll- und Leinenstoffe, Satin und Seide vom Ballen als Meterware zu kaufen, bunt und einfarbig, mit Blumen, Punkten oder gestreift, für Hosen, Kleider, Gardinen. Dazu gibt es Bänder, Borten und Knöpfe. Auch originelle T-Shirts, Mützen, Schmuck werden angeboten.
Unseren Bummel über den Markt beenden wir an einem Kaffeestand, allerdings greifen wir bei den heißen Temperaturen nach Erfrischungsgetränken. Unser Fazit: Wir kommen wieder.
Wann ist geöffnet?
Der Markt am Maybachufer findet dienstags und freitags von 11 bis 18.30 Uhr statt.
Die Ankerklause öffnet montags um 16 Uhr, dienstags bis sonntags ab 10 Uhr.
Wie kommt man hin?
Der Markt findet statt zwischen Kottbusser Damm und Schinkestraße an der Kottbusser Brücke. Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen will, nimmt die U-Bahnlinie 8 bis Schönleinstraße.
(go)













Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner