
An der Kirchstraße präsentierten sich Bildungsträger aus Steglitz-Zehlendorf und darüber hinaus. Fotos: Gogol
Einmal im Jahr wird die Kirchstraße in Zehlendorf zur Bildungsmeile. Am Sonnabend war es wieder einmal so weit. Zum fünften Mal präsentierten sich verschiedene Bildungsträger aus dem Bezirk und darüber hinaus zwischen Zehlendorfer Rathaus und Pauluskirche.
Seit dem ersten Jahr dabei ist die Volkshochschule Steglitz-Zehlendorf. „Wir haben ein Dauerabonnement“, sagt Holger Kühne, Programmbereichsleiter an der VHS, lachend. „Wir sind die größte kommunale Bildungseinrichtung im Bezirk, das ist für uns eine Pflichtaufgabe“, so Kühne. Aber eine, der man gerne nachkomme. Vor allem, weil die Resonanz gut sei. Es gebe konkrete Nachfragen zum Programm und zu den Kursen, auch Anmeldungen konnte die VHS an diesem Tag entgegennehmen. Und auch wenn die Kursteilnehmer im Durchschnitt 50 Jahre alt seien, die Volkshochschule sei auch etwas für junge Leute, sagte Kühne und verwies auf den „Talent Campus“ für junge Leute, der in den Sommerferien das erste Mal angeboten wurde. Und weil der so gut angenommen wurde, wird in den Herbstferien ein zweiter stattfinden.
Zum wiederholten Male dabei war auch die Waldschule Gerdes, um Netzwerke zu knüpfen und um sich den Eltern und Kindern vorzustellen. Zwar sei man ein kleine Schule, „aber in Zehlendorf und am Mexiko platz kennt man uns“, sagte die Schulleiterin. Viel sei an ihrem Stand zum Beginn der Meile los gewesen, so die Schulleiterin, die zusammen mit zwei Kolleginnen kleine Spiele anbietet, um das Eis zu brechen und Fragen beantwortete, nach den Klassengrößen, wann man sich anmelden muss und ob die Kinder und Lehrer dort denn nett seien.
Doch es gab nicht nur alte Hasen auf der Bildungsmeile. Zum ersten Mal vertreten war die Schule für Tourismus und Berufsschule für Tourismus, die Ausbildungsberufe wie Tourismuskaufmann/-frau, Kaufmann/-frau für Tourismus und Freizeit und Servicekaufmann/-frau im Luftverkehr vorstellte sowie Fortbildungs- und Umschulungsmöglichkeiten in diesen Berufsfeldern. Man glaubte, dass es in Zehlendorf durchaus Interesse für diese Angebote gebe, erklärte Andreas Kohl,Fachbereichsleiter Luftverkehr, warum er von Charlottenburg nach Zehlendorf gekommen war. Das habe sich auch bestätigt. Die Interessenten, die vorbei schauten, seien informiert und zielgerichtet gekommen.
Ebenfalls zum ersten Mal auf der Bildungsmeile war die Contento Haubrich GmbH, die Sicherheits- und Präventionskurse für Kinder, Jugendliche und Erwachse anbietet. „Das hat nicht mit Kampfkunst zu tun“, erklärte Oliver Becker, Projekt- und Ausbildungsleiter, sofort. Es gehe darum zu lernen, wie man Gefahren rechtzeitig erkenne. Man wolle keine falsche Sicherheit suggerieren. Der Bedarf an Kursen sei groß, weil die Sicherheitslage sich verschlechtere – und das nicht nur gefühlt, betonte Becker. „Die Überfälle mehren sich.“ Und dementsprechend sei die Nachfrage an seinem Stand relativ groß, vor allem Frauen seien interessiert. Aber auch Männer würden vermehrt nach Kursen fragen, so Becker.
Ihn so wie die andern Aussteller an diesem Tag begrüßten Schirmherr Bezirksbürgermeister Norbert Kopp (CDU) sowie Thomas Herrmann, Vorsitzender des Zehlendorfer Mitte-Marketing e.V., und Pfarrer Andreas Schiel als Veranstalter auf der der Bildungsmeile. Letzter hatte nicht nur für das schöne Wetter gesorgt, wie er versicherte, sondern lud die Besucher in seine Pauluskirche ein, um sich anzuschauen, wie weit die Arbeiten an den Orgeln fortgeschritten sind und zu erfahren, wie in einer Orgelwerkstatt gearbeitet wird.
(go)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner