Die Bundestagswahlen haben gezeigt, wie weit Ost- und Westdeutschland fast dreißig Jahre nach der Wende noch immer voneinander entfernt sind. Das macht symbolische Events wie den Halbmarathon entlang des ehemaligen Mauerstreifens umso wichtiger – verbindet er doch den Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf mit der Stadt Teltow und damit Ost und West.
Bereits zum 14. Mal machen sich Hobby- und Profiläufer von nah und fern für das Sportereignis am 5. November bereit. Die Anzahl ist vom Veranstalter VGS Kiebitz e.V. auf 1.500 Teilnehmer begrenzt worden. Als regionale Übungsstätten gelten das Reha-Zentrum und die Physiotherapie „Office48“ in Teltow sowie das Sportforum und das Therapiezentrum Kleinmachnow.
Los geht’s für alle von der Zehlendorfer Seite der Knesebeckbrücke – schon um 10.15 Uhr für die Kinder zum „Bambinilauf“ und für die Erwachsenen um 10.30 Uhr für die Lauf- und Walking-Strecke von 7,1 Kilometer sowie für die 14,1 Kilometer-Laufstrecke und den 21,1 Kilometer-Halbmarathon. Letzterer ist eine Rundstrecke, die auch an der Knesebeckbrücke endet, und kann auch wieder als „AOK-Heldenstaffel“ absolviert werden. Dafür sind die Anmeldungen jedoch bereits vollzogen.
Die Kosten liegen zwischen drei Euro für die Kinder und rund 30 Euro für die Staffelläufer. Die Siegerehrung ist für 12 Uhr im Festzelt vorgesehen.
Anmeldungen für alle Laufstrecken sind noch bis zum 29. Oktober online möglich unter davengo.com oder postalisch über den Veranstalter VGS Kiebitz e.V., Oderstraße 69, 14513 Teltow.
Conrad Wilitzki, BÄKE Courier vom 17. Oktober 2017












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
[caption id="attachment_104237" align="aligncenter" width="622"]
Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner