
Freie Universität hat endlich eine eigene Haltestelle. U-Bahnhof Thielplatz wurde in Freie Universität (Thielplatz) umbenannt. Foto: Baumann
Der Dahlemer U-Bahnhof Thielplatz heißt nun Freie Universität (Thielplatz). Am heutigen Freitag enthüllte die Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski gemeinsam mit der Vorstandsvorsitzenden der BVG, Frau Dr. Evelyn Nikutta, und dem Präsidenten der Freien Universität Berlin, Herrn Prof. Dr. Peter-André Alt, das neue Namensschild.
Offiziell gilt der Name erst ab Sonntag. Nur dieses eine Schild durfte zu Demonstrationszwecken schon heute enthüllt werden. Alle Fahrpläne und Aushänge werden pünktlich zum diesjährigen Fahrplanwechsel der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) an diesem Wochenende in der Nacht geändert. Neben „Freie Universität (Thielplatz)“ erscheint ein weiterer neuer Name auf den Liniennetzen der BVG. Neue Grottkauer Straße wird in Kienberg (Gärten der Welt) umbenannt.
„Mit der Umbenennung gehen fast zehn Jahre Lobbyarbeit der FU zu Ende“, erzählt BVG-Chefin, Evelyn Nikutta. In diesen Jahren habe Herr Prof. Dr. Alt keine Versammlung ausgelassen, ohne darauf hinzuweisen, dass der Bahnhof „Freie Universität“ heißen soll, so Nikutta. Doch wie man heute sieht, hat sich die Beharrlichkeit ausgezahlt.
Den Namen Thielplatz erhielt der Bahnhof bereits vor über 100 Jahren, bei seiner Eröffnung im Oktober 1913. Diesen verdankt der Bahnhof dem benachbarten Thielpark, der bis etwa 1945 als Thielplatz bezeichnet wurde. Einen Thielplatz gibt es offiziell jedoch nicht. Der traditionelle Name „Thielplatz“ wird dennoch als Namenszusatz beibehalten „Zur besseren Orientierung“ heißt es in der Erklärung der BVG.
Doch man kann vermuten, dass auch die finanzielle Ersparnis eine Rolle spielte. Denn bei jeder Umbenennung fallen erhebliche Kosten an. So müssen nicht nur Fahrpläne und Liniennetze angepasst werden. Auch die BVG-internen Bezeichnungen sind davon betroffen. Dazu gehören beispielsweise Signalbezeichnungen und Kabelleitungspläne. Die gesamten Kosten belaufen sich auf einen hohen sechsstelligen Betrag. Da der Name Thielplatz als Zusatz jedoch erhalten bleibt, musste die BVG zumindest ihr internes Kürzel T nicht verändern. Weitere Kosten konnten zudem durch die gleichzeitige Umbenennung beider Bahnhöfe eingespart werden. Denn so werden die Änderungen „in einem Abwasch“ vorgenommen.
(eb)












Symbolbild: Der unvergessene "Zick-Zack-Radweg" in der Leo-Baeck-Straße in Zehlendorf (2018). | Foto: Baumann[/caption]
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