Ab heutigem Mittwoch, 27. September, verhandelt das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg erneut darüber, ob und wie in Zukunft Flugzeuge vom Flughafen Berlin Brandenburg (BER) den Wannsee überfliegen dürfen. Bereits im Januar 2013 hatte das OVG die sogenannte „Wannseeroute“ gekippt. Im Juni 2014 hob das Bundesverwaltungsgericht das Urteil jedoch wieder auf und forderte Nachprüfungen.
Gegen die Festsetzung der sogenannten „Wannseeroute“ gab es Klagen von den Brandenburger Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow, der Stadt Teltow sowie von Anwohnern des Wannsees. Argumentiert wurde mit übermäßiger Lärmbelästigung sowie mit dem Risiko von Flugzeugunfällen im Bereich des Forschungsreaktors des Helmholtz-Zentrums.
Die Route würde zunächst über den Ortskern der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow und dann östlich an dem Gelände des Helmholtz-Zentrums Berlin in Wannsee vorbeiführen. Diese Strecke ist eine von vier möglichen, die Flugzeuge künftig nutzen sollen, wenn sie vom BER nach Westen fliegen.
Auf dem Gelände des Helmholtz-Zentrums befinden sich jedoch ein Forschungsreaktor und ein Brennelementelager. Im Januar 2013 hatte OVG die Route für rechtswidrig erklärt, weil sie zu nahe am Forschungsreaktor vorbei führe und das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung das Risiko eines Flugunfalls und eines terroristischen Anschlags auf den Luftverkehr sowie die daraus entstehenden Gefahren nicht ausreichend untersucht habe. Daraufhin ging das Bundesamt für Flugsicherung in Revision. Das Bundesverwaltungsgericht gab der Revision statt und forderte das OVG auf, genau zu prüfen, ob die „Wannseeroute“ zu einer rechtlich relevanten Risikoerhöhung der Bürger führen würde.
Bei der anstehenden Verhandlung sollen dem OVG nun Gutachten vorgelegt werden, die belastbare Aussagen zu „unfallbedingten Absturzhäufigkeiten“ treffen.
(sn)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner