Was beschäftigt junge Menschen im Bezirk? Dieser Frage sind mehr als 70 Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei der Partitur Steglitz-Zehlendorf im Haus der Jugend Albert Schweitzer nachgegangen. Junge Menschen aus dem Bezirk haben dort auf ihre Anliegen und Themen aufmerksam gemacht und sind mit Schlüsselpersonen aus Politik und Verwaltung in den Austausch getreten.
Dieser Austausch fand nun zum zwölften Mal statt – in diesem Jahr jedoch mit grundlegenden Neuerungen: So wurde die Veranstaltung in die erste Hälfte des Jahres und vom Wochenende auf einen Freitag gelegt. Die größte Wirkung hatte allerdings die neue Location: Statt im Rathaus kamen alle im Haus der Jugend Albert Schweitzer zusammen, wo das Gelände mit den Räumlichkeiten und dem Garten vielfältige Möglichkeiten sowie eine tolle Atmosphäre bot.
Vor der offiziellen Begrüßung hatten alle Gäste bereits die Gelegenheit, verschiedene Aktionen auszutesten, von Parcours über Mini-Golf bis hin zu Graffiti, und sich über die Anliegen der jungen Menschen zu informieren. Für das zukünftige Jungendcafé im Albert Schweitzer konnten Jugendliche ihre Ideen und Vorstellungen vor Ort einbringen. Diese werden in die weitere Planung einfließen.
Bei all den Neuerungen wurde eine Tradition jedoch beibehalten: Der Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung, René Rögner-Francke sowie Bezirksstadträtin Christa Markl-Vieto richteten begrüßende Worte an die anwesenden Kinder und Jugendlichen, interessierten Erwachsenen sowie Vertreter der vier Fraktionen und Stadtrat Michael Karnetzki. Bei dem anschließenden, aktiven Kennlernspiel, an dem sich alle Teilnehmenden beteiligten, konnten Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Altersgruppen gefunden werden.
Da viele Kinder und Jugendliche nur ungern vor solch einer großen Runde auftreten, wurden ihre Anliegen und Themen im Vorfeld durch einen Film erfasst. Ergänzt wurden die filmischen Szenen um zeichnerische Sequenzen im Stil eines Erklärvideos, sodass der Film den Schlüsselpersonen aus Politik und Verwaltung einen guten Einblick geben konnte, was Kinder und Jugendliche im Bezirk bewegt.
Großes Thema sind in diesem Jahr die maroden Bolz- und Sportplätze beziehungsweise ganz allgemein die Aufwertung und Erweiterung von Flächen, die von Kindern und Jugendlichen genutzt werden. Folgende Anliegen beschäftigen junge Menschen aus Steglitz-Zehlendorf:
- Der Sportplatz der Conrad Grundschule in Wannsee muss erneuert werden (Belag, Tornetze, Basketballkörbe).
- Der Bolzplatz an der Käseglocke in Lankwitz braucht einen neuen Belag.
- Der Fußballplatz an der Schottenburg in Zehlendorf bedarf einer Erneuerung, damit die Kinder und Jugendlichen dort wieder mit Freude und ungefährdet spielen können.
- Schüler der Biesalski Schule fordern einen barrierefreien Bücherbus.
- Bewohner von stationären Einrichtungen brauchen weitere und bessere Computer und Internetnutzung sowie Wohnungen in ihrem vertrauten Kiez.
- Die Mitglieder vom Fußgänger e.V. benötigen finanzielle Unterstützung bei der Erweiterung der Parkouranlage an der Schottenburg sowie bei der Ausbildung von Trainern für die Anleitung von Kindern und Jugendlichen.
- Die Kinder und Jugendlichen der Schottenburg wollen die gesperrten Räume der Schottenburg wieder nutzen können.
- In Zehlendorf entsteht derzeit eine Dirtbike-Strecke, dafür werden noch Helfer für den Weiterbau sowie finanzielle Unterstützung für ein Leihrad und für Fachpersonal für den Aufbau einer Fahrradwerkstatt gesucht.
- Die Kinder und Jugendlichen vom Outreach Jugendkulturbunker haben mit einer Fotoausstellung auf Orte von Jugendlichen hingewiesen, die verbessert werden müssen.
Die Partitur klang bei schönem Wetter mit Lagerfeuer, Stockbrot, Grillen und Musik im Garten aus.
Die Partitur 2015 wurde vom JugendDemokratiefonds Berlin und vom Jugendamt Steglitz- Zehlendorf sowie BioCompany gefördert und von der BVV Steglitz-Zehlendorf unterstützt.
(sn)













Symbolbild: Der unvergessene "Zick-Zack-Radweg" in der Leo-Baeck-Straße in Zehlendorf (2018). | Foto: Baumann[/caption]
Der ADFC will’s wissen: Bis zum 30. November können Radfahrerinnen und Radfahrer bewerten, wie fahrradfreundlich Berlin ist.
Wie ist der Zustand der Radwege? Wie viel wird fürs Radfahren schon getan? Macht Radfahren Spaß oder ist es eher Stress? Wie bewerten die Menschen das Fahrradklima in Berlin? „Die Ergebnisse zeigen, wo Berlin beim Radverkehr wirklich steht und wo noch nachgebessert werden muss. Wir rufen alle Radfahrerinnen und Radfahrer dazu auf, bei der großen Umfrage mitzumachen“, sagt Marlene Alber, Politische Referentin des ADFC Berlin. Die Erhebung wird seit 2012 alle zwei Jahre durchgeführt und vom Bundesverkehrsministerium gefördert. Im Jahr 2024 beteiligten sich rund 213.000 Menschen in über 1000 Orten in Deutschland. Das bundesweite Ranking der fahrradfreundlichsten Städte und weitere Ergebnisse der Befragung werden im Frühjahr 2027 vorgestellt.
Zum ersten Mal widmet der ADFC Kindern und Jugendlichen eine eigene Umfrage im ADFC-Fahrradklima-Test. Was brauchen junge Menschen, um selbstständig mit dem Rad unterwegs zu sein? Die Umfrage soll zeigen, was beim Radfahren gut funktioniert, was Schwierigkeiten macht und was sich verändern muss, damit Kinder und Jugendliche gerne oder überhaupt auf das Fahrrad steigen.
Wie sicher fühlt sich Radfahren an? Sind die Radwege breit genug und in einem guten Zustand? Wie häufig wird das Fahrrad genutzt? Die Online-Befragung zum ADFC-Fahrradklima-Test besteht aus 27 Fragen, dauert rund zehn Minuten und läuft bis zum 30. November 2026.
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