Zu klein und eng oder angemessen?: Bei der Frage, ob die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) wieder im alten BVV-Saal im Rathaus Zehlendorf tagen soll, scheiden sich im Gremium die Geister. Die CDU-Fraktion würde gern wieder zurückkehren und deshalb vom Bezirksamt prüfen lassen, ob dies technisch und organisatorisch möglich sei.

Am Dienstagabend hatte sich der Ältestenrat selbst ein Bild von den Platzverhältnissen gemacht. „Das Bezirksamt hat geprüft. Es ist umsetzbar“, so Bezirksstadtrat Michael Karnetzki (SPD) auf der BVV am Mittwochabend. Nun sei es an den Bezirksverordneten zu entscheiden, was sie daraus machen, ob sie dort tagen wollen.

Grüne und CDU war das nicht genug an Prüfung. „Die Anfrage beinhalte mehr als alle Tische passen rein und jeder kann sitzen“, so Maren Schellenberg (Grüne). Beide Fraktionen haben noch Fragen, die bei dem Rundgang unbeantwortet geblieben sind, etwa die nach Kosten oder wie die Fraktionen voneinander getrennt werden können.

SPD und Piraten hingegen reichte der Vor-Ort-Termin für eine Einschätzung aus. „Als ich den Antrag gelesen habe, dachte ich, es sei ein Scherz“, so der Fraktionsvorsitzende der Piraten, Eric Lüders. Dies habe sich durch die Besichtigung bestätigt. Der Raum sei zu klein, habe zu wenig Zuschauerplätze, zudem würden die Bezirksverordneten mit den Rücken zu den Zuschauern sitzen. „Wir brauchen keine Prüfung. Wir lehnen es ab“, so der Pirat. Gleicher Meinung war auch die SPD-Fraktion.

Geprüft werden muss trotzdem, denn die Zählgemeinschaft aus CDU und Grüne stimmte für den Prüfauftrag.

(go)