
Foto: Daniela von Treuenfels
Das bewährte Konzept wird weitergeführt, dazu kommen ein Kulturspäti und diverse Shopping-Events.
Leerstand an der Schloßstraße: Besonders bei den „großen Schiffen“ kann es lange dauern, bis sie wieder Fahrt aufnehmen und neue Mieter den Läden und Büroflächen neues Leben einhauchen. In der Regel sind größere Umbauten nötig, um neue Nutzungen möglich zu machen. Zuletzt wurden beispielsweise im Forum Steglitz und im Boulevard die Büroflächen drastisch vergrößert, Einzelhandelsflächen dafür deutlich zurückgefahren.
Groß und länger leerstehend, das ist das ideale Setting für die Initiative „Zentrum für internationale Künste“ (wahlweise auch „Zeit ist knapp“) um den Musiker Marvin Yam, den Eventmanager Moritz Senff und den Künstler Rebbek Wehner. Zuletzt haben die selbsternannten „Brückenbauer zwischen Kultur und Wirtschaft“ das Schloß-Straßen-Center“ am Walther-Schreiber-Platz bespielt, nun soll die Dauerbaustelle Kreisel eine Aufwertung erhalten.

Foto: Daniela von Treuenfels
Das Konzept bleibt mehr oder weniger gleich: mit Ausstellungen, Performances, Rollerdisco oder Tanzevents wird aus leerstehenden Geschäftsräumen eine vielseitig nutzbare Eventfläche. Die ehemalige Globetrotter-Filiale scheint dafür wie geschaffen. Wer früher hier seinen Bedarf an Outdoor-Kleidung, Backpacker-Equipment oder Wanderausrüstung gedeckt hat, erkennt noch den ein oder anderen Markennamen. Der Kassenbereich ist noch erkennbar, auch die frühere reisemedizinische Beratung wird nicht versteckt.
Man betritt die Location, wie früher auch, durch den Eingang in der Passage, die von der Schloßstraße zum Busbahnhof führt. Hinter dem ehemaligen Kassenbereich befindet sich eine Lounge mit zusammenwürfelten Sitzmöbeln und Tischen, die erstaunlich gemütlich wirkt. Hinten links ist eine Bar, früher gab es hier Kaffee und Kuchen zwischen Funktionsjacken. Die untere Fläche – wir erinnern uns: die Bike-Abteilung – ist heute Tanzboden, wo beispielsweise Salsa-Kurse stattfinden. Im hinteren Bereich ist Platz für Ausstellungen, hier in diesem langen Schlauch, der sich unter dem Hochhaus bis zum Parkhaus zieht, haben auch die Rollschuh-Begeisterten viel Raum.

Foto: Daniela von Treuenfels
Zusätzlich planen die Zwischenraumnutzer in der ehemaligen Globetrotter-Filiale diverse Shopping-Events. Im Kulturspäti kann man „bei einer Tasse Kaffee Werke lokaler Künstler entdecken“, wie die ZIK-Macher ankündigen, oder Veranstaltungen erleben. Am 3. Und 4. Advent gibt es den ersten „X-Mas-Flohmarkt“.
Alle Infos: https://zeitistknapp.de/
Daniela von Treuenfels

Foto: Daniela von Treuenfels
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Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: