
Der Senat macht einen S-Bahnhof am Kamenzer Damm abhängig von einer Entwicklung des ehemaligen Gasag-Geländes. Karte: Google Maps
Der seit Jahrzehnten geplante S-Bahnhof am Kamenzer Damm soll endlich gebaut werden, finden die Steglitz-Zehlendorfer Bezirksverordneten. Deshalb beschlossen sie jüngst, dass sich das Bezirksamt kurzfristig beim Senat dafür einsetzen soll, dass der Bahnhof der S-Bahnlinie 2 endlich realisiert wird. Nach dem Volksentscheid zum Tempelhofer Feld könne auf einen neuen S-Bahnhof auf der Ringbahn verzichtet und die Mittel dafür am Kamenzer Damm eingesetzt werden. „Damit entsteht ein attraktiver Verknüpfungspunkt im ÖPNV-Netz“, begründen Grünen-, CDU- und SPD-Fraktion ihren Antrag. Zudem würde das bereits bestehende Wohn- und Gewerbegebiet besser angeschlossen sowie die Möglichkeit gegeben, weitere attraktive Wohnbebauung zu schaffen.
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hingegen sieht die Voraussetzungen für einen S-Bahnhof am Kamenzer Damm derzeit nicht erfüllt. So würde das „notwendige Verkehrsaufkommen erst erreicht, wenn entsprechende Investitionsvorhaben – zum Beispiel Wohnen, Arbeitsplätze, Läden – auf dem angrenzenden ehemaligen Gasag-Gelände realisiert werden“, teilt Sprecherin Daniela Augenstein auf Nachfrage der StadtrandNachrichten mit. Da dies aber nach Aussagen des Stadtplanungsamts Steglitz-Zehlendorf derzeit nicht erkennbar ist, sei „ein jetziger Bau des S-Bahnhofs Kamenzer Damm wirtschaftlich und gemäß den Förderrichtlinien nicht vertretbar“. Man habe allerdings dafür gesorgt, dass der Bau des S-Bahnhofes zukünftig möglich ist, entsprechende Flächen werden freigehalten. „Das Land Berlin wird bei entsprechender städtebaulicher Entwicklung des Gebietes am Kamenzer Damm und Vorliegen der finanziellen Voraussetzungen den S-Bahnhof zu gegebener Zeit bei der DB AG beauftragen“, so Augenstein.
(go)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: