Auf dem einstigen Gelände des Gartenbauamtes an der Fischerhüttenstraße sollen Wohnungen entstehen. Soweit sind sich Bezirk und Senat immerhin einig. Bei der Anzahl der Wohnungen allerdings gehen die Vorstellungen weit auseinander.
Der Bebauungsplan des Bezirks, der zirka 153 Wohnungen beinhaltet, stieß auf Landesebene auf Missfallen. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt sieht ein Potenzial von rund 300 Wohnungen. Das teilten Joachim Sichter von der Abteilung Wohnungsneubau und Grit Schade aus der Wohnungsbauleitstelle dem bezirklichen Stadtplanungsausschuss am Dienstagabend mit. Mit dabei hatten sie eigene Entwürfe für das vier Hektar große Areal, die dem gesamtstädtischen Interesse nach mehr Wohnraum Rechnung tragen sollen.
Die Verdoppelung der Wohnungszahl sei möglich, indem man „moderat verdichtet“, sagte Schade. Statt zwei- bis dreigeschossigen Häusern, wie in den Planungen des Bezirks vorgesehen, schweben der Senatsverwaltung Drei- bis Viergeschosser vor. Zudem würde ein Teil der Grünfläche verloren gehen, je nach Variante, die realisiert wird. Derzeit gibt es vier, zwei von der Senatsverwaltung, zwei vom Investor.
Die etwa 300 angedachten Wohnungen sollen zum Teil Miet- zum Teil Eigentumswohnungen sein. Je nachdem, wie die Fläche aufgeteilt wird, liegt die Zahl der Wohnungen, die öffentlich gebaut werden zwischen 130 und 200, die Zahl der Wohnungen, die vom privaten Investor errichtet werden, zwischen 100 und 160. Den öffentlichen Wohnungsbau übernimmt höchstwahrscheinlich die Howoge. Mit der sei man derzeit in der Abstimmung, so Schade. 70 bis 75 Wohnungen sollen gefördert werden und einen Quadratmeterpreis zwischen 6,50 und 8,50 Euro haben. Ein noch altes, vorhandenes Gebäude soll möglichst erhalten und zu einer Kita umgebaut werden.
Der Ausschussvorsitzende Torsten Hippe machte sich Sorgen um die rechtliche Absicherung der Planung und fand die Antwort der beiden Mitarbeiter der Senatsverwaltung, die auf die städtebaulichen Verträge mit ihren Sanktionen und Rechtsmittel verwiesen, widersprüchlich und wenig aussagekräftig und ließ dies explizit im Protokoll der Sitzung festhalten.
Der Senat kann bei einem „dringendes Gesamtinteresse Berlins“ die Verantwortung für Bauprojekte in den Bezirken übernehmen. Das galt in der Vergangenheit für Projekte ab 500 Wohnungen. Die Zahl wurde jetzt aber auf 200 gesenkt.
(go)












Symbolbild: Der unvergessene "Zick-Zack-Radweg" in der Leo-Baeck-Straße in Zehlendorf (2018). | Foto: Baumann[/caption]
Der ADFC will’s wissen: Bis zum 30. November können Radfahrerinnen und Radfahrer bewerten, wie fahrradfreundlich Berlin ist.
Wie ist der Zustand der Radwege? Wie viel wird fürs Radfahren schon getan? Macht Radfahren Spaß oder ist es eher Stress? Wie bewerten die Menschen das Fahrradklima in Berlin? „Die Ergebnisse zeigen, wo Berlin beim Radverkehr wirklich steht und wo noch nachgebessert werden muss. Wir rufen alle Radfahrerinnen und Radfahrer dazu auf, bei der großen Umfrage mitzumachen“, sagt Marlene Alber, Politische Referentin des ADFC Berlin. Die Erhebung wird seit 2012 alle zwei Jahre durchgeführt und vom Bundesverkehrsministerium gefördert. Im Jahr 2024 beteiligten sich rund 213.000 Menschen in über 1000 Orten in Deutschland. Das bundesweite Ranking der fahrradfreundlichsten Städte und weitere Ergebnisse der Befragung werden im Frühjahr 2027 vorgestellt.
Zum ersten Mal widmet der ADFC Kindern und Jugendlichen eine eigene Umfrage im ADFC-Fahrradklima-Test. Was brauchen junge Menschen, um selbstständig mit dem Rad unterwegs zu sein? Die Umfrage soll zeigen, was beim Radfahren gut funktioniert, was Schwierigkeiten macht und was sich verändern muss, damit Kinder und Jugendliche gerne oder überhaupt auf das Fahrrad steigen.
Wie sicher fühlt sich Radfahren an? Sind die Radwege breit genug und in einem guten Zustand? Wie häufig wird das Fahrrad genutzt? Die Online-Befragung zum ADFC-Fahrradklima-Test besteht aus 27 Fragen, dauert rund zehn Minuten und läuft bis zum 30. November 2026.
Infos zum ADFC Fahrrad Klima Test:
Bei dem aktuellen Wohnungsmangel in Städten war diese Maßnahme sicher sinnvoll. Es mag sein, dass es auch andere Infrastrukturkonzepte nach sich gezogen hat. Die Verantwortung für Bauprojekte auf 200 Wohnungen zu senken ist sicher einen sinnvolle Maßnahme.