Quo vadis, Nieritzweg?

Wie soll es mit dem Nieritzweg weitergehen? Das fragten sich rund 20 Einwohner, die am Freitagnachmittag in die Emil-Molt-Schule gekommen waren, um mit der neuen „Bürgerinitiative Nieritzweg“ ins Gespräch zu kommen. Die hat sich im Februar gegründet, als Reaktion auf die Nichtreaktion des Bezirksamtes nach der Bürgerversammlung zu den Heckenrodungen, erklärte Thomas Obermeier, Anwohner und Gründungsmitglied der BI. „Es gab keine Rückmeldungen, keinen Kontakt“, so Obermeier enttäuscht.

Ende Januar hatte die Versammlung stattgefunden. Damals hatte Landschaftsplanerin Silke Klasen einen Vorschlag für eine Wiederpflanzung der Hecken gemacht, den sich die Leiterin des Grünflächenamtes bis heute nicht angesehen habe, sagte Klasen, die sich ebenfalls in der Bürgerinitiative engagiert. „Es fehlt ein Konzept, wie es mit dem Nieritzweg weitergehen soll“, klagte sie.

An drei Schwerpunkten arbeitet die Bürgerinitiative: Neupflanzungen auf dem gerodeten Straßenabschnitt, eine generelle Straßenberuhigung sowie Freizeitflächen für Kinder, Jugendliche und Anwohner. Zum letzten Punkt konnte Bezirksstadträtin Christa Markl-Vieto (Grüne) den Bürgern gute Nachrichten bringen. Der Senat stelle dem Bezirk rund 700.000 Euro für die Sanierung von Kindertagesstätten und Spielplätzen zur Verfügung. 40.000 bis 60.000 Euro davon sollen in den Spielplatz am Nieritzweg fließen.

Wie eine Neupflanzung aussehen kann, dass will die Bürgerinitiative modellhaft auf einem Streifen zwischen Pfarrlandstraße und Andreezeile zeigen. Genau auf dem Abschnitt, auf dem derzeit „das schönste Stück Fahrradstraße am Nieritzweg“ entstehe, so der Sprecher der BI Matthias Tiecke. Seit ein paar Tagen ist dort eine Firma im Einsatz, die den Fahrradweg zuungunsten der Pflanzfläche vergrößert habe und sie betoniere. Von den Arbeiten dort war auch die Bezirksstadträtin überrascht.

„Wir wollen eine Interessenvertretung sein. Wir sind nicht angetreten, um Krawall zu machen“, stellte Tiecke klar. „Wir wollen das Gefühl haben, dass wir im Dialog sind“, sagte er in Richtung Bezirksamt. Um den zu befördern, wird die BI in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Tiefbau und Landschaftsplanung dabei sein und die Einwohnerfragestunde nutzen. Ihre Frage: Quo vadis, Nieritzweg?

(go)

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Kinder- und Jugendhaushalt 2026

[caption id="attachment_103362" align="aligncenter" width="300"] Grafik: Kinder- und Jugendbüro[/caption]
 
 

Ab sofort können wieder alle Kinder und Jugendlichen von sechs bis 21 Jahren, die eine Schule in Steglitz-Zehlendorf besuchen oder hier wohnen, ihre Vorschläge und Ideen für den Bezirk beim Kinder- und Jugendhaushalt einreichen.

Insgesamt stehen 5.000 € zur Verfügung. Zwei Vorschläge für Schulhöfe können jeweils bis zu 300 erhalten und 8 Vorschläge für Jugendclubs, Parks, Straßen, Plätze usw. können jeweils bis zu 550 € bekommen.

Bis einschließlich 14. Juni können die Vorschläge per Mail, Messengerdienst oder Instagram sowie über die Homepage des Kinder- und Jugendbüros eingereicht werden.

Die Entscheidung darüber, welche Projekte im Bezirk umgesetzt werden, erfolgt vom 22. bis 24. Juni im Rahmen einer bezirksweiten Onlineabstimmung auf der Webseite. Abstimmungsberechtigt sind nur junge Menschen zwischen sechs und 21 Jahren.

Alle Infos: https://www.kijubsz-berlin.de/kijub/projekte/kinder-und-jugendhaushalt/

pm/dt

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