Die Outlaw-Kita an der Scheelestraße in Lichterfelde schließt zum 31. Juli kommenden Jahres. Grund sind die hohen Sanierungskosten für das Haus, erklärt Sabine Hafener, regionale Geschäftsführerin Berlin der Outlaw gGmbH.
Lange habe man analysiert, hin- und hergerechnet – doch die zwei Millionen Euro, die nach Angaben Hafners eine Sanierung kosten würde, „können wir nicht stemmen“. Umfangreich seien die Arbeiten, so müsse beispielsweise das komplette Trinkwassersystem ausgetauscht werden, auch Asbest sei zu entfernen. Doch die Kita sei ein altes Gebäude, für das es keine Pläne gebe. Wie die Leitungen aussehen, was sie unter den abgehängten Decken erwarten würde – das wisse man nicht.
Es sei darüber nachgedacht worden, nur ein Teil zu sanieren, sagt Hafener. 750.000 Euro hätte man zur Verfügung gehabt, doch wären dann Fassade und Fenster – also das, was man wirklich sieht – auf der Strecke geblieben. „Wir können es nicht verantworten, so viel Geld in ein marodes Gebäude zu investieren, das uns nicht einmal gehört“, betont die Geschäftsführerin.
Ein Ersatzgebäude in Steglitz-Zehlendorf hat Outlaw nicht gefunden, so dass die Kita aufgegeben wird. Um aber Bezirk und Eltern nicht unter Druck zu setzen, hat sich der Träger dafür entschieden, den Betrieb bis Ende Juli nächsten Jahres aufrecht zu erhalten. Das erlaubt es Eltern, in Ruhe nach einem neuen Kitaplatz für ihre Kinder zu suchen. Einige seien bereits auch fündig geworden, so Hafner. Von den 140 Kindern, die durchschnittlich an der Scheelestraße betreut wurden, sind nur noch 55 angemeldet.
Die Trennung erfolge in guten Einvernehmen mit der zuständigen Bezirksstadträtin, die nun nach einem Nachmieter für das Haus sucht. Dabei werde sie man unterstützen, versichert Hafener.
1982 wurde die Kita an der Scheelestraße 83 eröffnet, seit 2005 war sie in der Trägerschaft der Outlaw gGmbH. Vor gut einem Jahr war der Nutzungsvertrag zwischen dem Bezirksamt und Outlaw um 15 Jahre verlängert worden.
(go)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Hallenbäder öffnen, am Wannsee stehen wieder Faß-Saunen. Auch das Stadtbad Schöneberg geht wieder in Betrieb.
Derzeit öffnen nach und nach 25 Hallenbäder für die Öffentlichkeit. Das frisch sanierte Stadtbad Schöneberg steht ab dem 9. September wieder zur Verfügung. Da die Bäderbetriebe dieses Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum feiern, erhält am Eröffnungstag jeder 30. Badegast an der Kasse vor Ort freien Eintritt.
Das Bad war zuvor seit Anfang 2024 teilsaniert worden: Die Technik wurde erneuert und die Heizungsanlage. Auch Teile der Fassade wurden saniert und die Becken neu gefliest. Die Arbeiten kosteten 14,5 Millionen Euro.
Da das Personal jetzt in den Hallenbädern benötigt wird, weil dort mit Schuljahresbeginn das Schulschwimmen startet, schließen nach und nach die 14 Sommerbäder. Das Strandbad Wannsee hat bis zum 13. September geöffnet, das Sommerbad am Insulaner bis zum 11. September.
Das Strandbad bleibt zum Sonnenbaden und Saunieren noch bis zum 04. Oktober geöffnet. Zwei Fass-Saunen mit 85°C und 95°C stehen hierfür zur Verfügung. Im regulären Eintrittspreis ist die Nutzung der Strandkörbe mit inbegriffen. Wer das Sauna-Angebot mit nutzen will, zahlt am Eingang für eine Sauna-Tageskarte 11,50 Euro. Öffnungszeiten: in der Woche von 12 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10-18 Uhr. Die Tickets fürs Sonnenbaden und Saunieren sind direkt an der Kasse vor Ort erhältlich.
Einen Gesamtüberblick über alle offenen Bäder mit ihren jeweiligen Öffnungszeiten nach Tagen sortiert gibt es