Pittiplatsch mit heißem Stab gezaubert

Pittiplatsch mit heißem Stab gezaubert

Foto: Carmen Junkherr

 

Carmen Junkherr formt kleine Figuren oder Schmucksteine aus Glas und verarbeitet sie in Ringen, Ohrsteckern oder Ketten. Ihre Kunstwerke gibt es auch beim Kunstmarkt der Generationen zu kaufen.

Wie sind Sie zu Ihrem Kunsthandwerk gekommen und was ist das Besondere daran?

Ich habe ein Tutorial über Glaskunst im Internet gesehen und habe bei mir gedacht, das schaffst du doch auch. Das Equipment ist erschwinglich, und man braucht nicht gleich ein großes Atelier oder eine Werkstatt. Auf meiner Webseite gibt es kleines Video, in dem ich einen kleinen Pittiplatsch herstelle. So können die Leute sich eine Vorstellung vom Arbeitsprozess machen. Ich mag es, filigrane Dinge herzustellen. Gewisse Fingerfertigkeiten sind da sehr von Vorteil!

Ist Steglitz-Zehlendorf ein guter Ort für Kunstschaffende?

Es gibt in Steglitz Zehlendorf einige Kunsthandwerkermärkte, und die Leute im Kiez sind oft sehr angetan.

Tauschen Sie sich öfter mit anderen Kunstschaffenden aus?

Es gibt nichts Schöneres als eine Marktgemeinschaft auf Kunstmärkten, das ist sehr inspirierend. Manchmal besuche ich auch Fachgruppen oder Foren für Glaskunst.

Wer sind Ihre Kunden und was mögen die Leute am liebsten?

Kinder mögen meinen Schmuck und die anderen Kleinigkeiten sehr gerne. Und alle anderen, die es gerne bunt mögen.

Wie wählen Sie Ihre Motive aus?

Ich lasse mich durch die Natur inspirieren oder auch durch Kundenwünsche. Und ich schaue mir im Internet und auf Kunstmärkten an, was andere so machen.

Wann waren Sie das erste Mal auf dem Kunstmarkt der Generationen und was gefällt Ihnen dort besonders gut?

Das kann ich gar nicht so genau sagen, aber ich war bestimmt schon sieben Mal dabei. Ein schönes Ambiente mit Bühnenprogramm, eine super Mischung.

Wo können Interessierte Sie treffen?

Natürlich auf dem Kunstmarkt der Generationen oder auch auf anderen Märkten. Wo ich als nächstes mein Sortiment präsentiere, können Interessierte meiner Webseite entnehmen. Hier kann man auch Kontakt aufnehmen, ich freue mich immer über persönliche Gespräche.

Kunstmarkt der Generationen

Der Kunstmarkt der Generationen findet seit 2014 jährlich statt. Kleine und mittlere Kunstwerke von haupt- und nebenberuflichen Künstlerinnen und Künstlern treffen hier auf interessiertes Publikum. Ein Rahmenprogramm richtet sich an die ganze Familie.

24. Juni 2023

12 bis 18 Uhr

Im Park des Gutshauses Lichterfelde

Hindenburgdamm 28, 12203 Berlin

Alle Infos:
https://www.stadtteilzentrum-steglitz.de/2023/05/familien-willkommen-beim-kunstmarkt-der-generationen/

 

Anna Schmidt

 

 

 

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„Perspektiven der Kinder und Jugendlichen machen unsere Entscheidungen besser“

[caption id="attachment_103286" align="aligncenter" width="400"] Johanna Martens in der BVV am 22. April 2026, Rede zum Thema Kinder- und Jugendparlament | Foto: Grüne Fraktion[/caption]   Steglitz-Zehlendorf bekommt ein Kinder- und Jugendparlament. Das hat die BVV in der vergangenen Woche beschlossen. Wir dokumentieren die Rede von Johanna Martens, jugendpolitische Sprecherin der Fraktion der Grünen, im Wortlaut: Wir haben vor anderthalb Jahren einstimmig beschlossen, ein Beteiligungsgremium für Kinder und Jugendliche auf den Weg zu bringen. Seitdem ist viel passiert: Es gab einen strukturierten Beteiligungsprozess, Gespräche in Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen und mit Fachkräften. Und vor allem mit den jungen Menschen selbst. Wir haben uns bewusst nicht vorab auf eine Struktur für ein solches Gremium festgelegt und diese den Kindern- und Jugendlichen vorgesetzt, sondern den Beteiligungsprozess ernst genommen. Das Ergebnis dieses Prozesses war eindeutig: Die Kinder und Jugendlichen in Steglitz-Zehlendorf wollen ein Kinder- und Jugendparlament. Das Kinder- und Jugendparlament wird demokratisch gewählt, breit zusammengesetzt aus Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Vereinen und weiteren Organisationen. Es gibt klare Regelungen zur Repräsentanz und zur Einbindung verschiedener Gruppen im Bezirk. Und mit der Änderung der Geschäftsordnung integrieren wir dieses neue Gremium in unsere Arbeit in der BVV: Das Kinder- und Jugendparlament wird zu den Sitzungen eingeladen, kann eigene Anträge in die BVV einbringen und erhält eine nachvollziehbare Rückmeldung, wenn Anträge abgelehnt werden sollten. Auch Rederechte sind vorgesehen. Das sind notwendige strukturelle Veränderungen, die echte Mitwirkung ermöglichen. Warum ist das so wichtig? Weil wir damit zeigen, dass wir die Anliegen junger Menschen ernst nehmen. Weil wir damit Vertrauen in die Bezirkspolitik schaffen. Und weil wir somit ganz konkret in und mit diesem Gremium etwas gegen Politikverdrossenheit tun. Viele junge Menschen haben das Gefühl, dass Politik über sie hinweg entscheidet, sie nicht ernst nimmt. Doch wer früh erlebt, dass die eigene Stimme gehört wird und Einfluss hat, entwickelt Vertrauen in demokratische Prozesse. Mit diesem Beschluss heute können wir zeigen: Eure Perspektiven sind nicht nur willkommen – sie haben Gewicht. Gleichzeitig profitieren auch wir als Bezirksverordnete und der Bezirk selbst: Kinder und Jugendliche nehmen ihren Bezirk anders wahr als wir Erwachsene, haben oft einen anderen Blick auf ihren Alltag: auf Schulwege, Freizeitangebote oder öffentliche Räume. Sie sehen Probleme, die wir vielleicht übersehen würden und haben Ideen, auf die wir selbst nicht kommen würden. Diese Perspektiven machen unsere Entscheidungen als BVV besser. Deshalb geht es heute auch um Vertrauen: Vertrauen darin, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen können und wollen. Und dass sie uns als Bezirkspolitik vertrauen können. Und es geht um Respekt: Respekt vor der Zeit, dem Engagement und den klaren Forderungen, die im Beteiligungsprozess formuliert worden sind. Ich möchte mich deshalb im Namen der Grünen Fraktion ausdrücklich bei allen bedanken, die daran mitgewirkt haben: bei allen Kindern und Jugendlichen, die sich eingebracht haben, bei den Einrichtungen, Fachkräften und der Verwaltung, die diesen Prozess getragen haben. Sie haben die Grundlage dafür geschaffen, dass wir heute diesen Schritt gehen können.

Johanna Martens

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