Kaum betritt Heiko Böse den kleinen Innenhof auf dem Campus der Freien Universität in Lankwitz, kommt sie angelaufen: die kleine Entenfamilie, die dort ihr Zuhause hat. Sie weiß genau: Jetzt gibt es Futter.
Dass auf dem Campus acht Entenkinder mit ihrer Mutter leben, ist den Entenrettern zu verdanken, die die Tiere jeden Morgen füttern. Einer von ihnen ist Böse. „Wir haben hier seit Jahren eine Entenmutter, aber die Babys sind immer verstorben. Wir wussten nicht voran das liegt“, erzählt er. Die Idee: Vielleicht gibt es zu wenig Futter. Beim neuen Nachwuchs, der vor drei Monaten geschlüpft ist, gründete sich an auf dem Campus das Entenretter-Team, das nun zufüttert. Reis und Mais, Schwarzbrot und gekochte Eier, Salat und Wasserlinsen stehen auf der Speisekarte der Schnattertiere, um die sich mittlerweile zehn Mitarbeiter und Studenten verschiedener Nationalitäten kümmern. Auf einem Youtube-Kanal berichtet das Team von seiner Arbeit, die Universität stiftete sogar Entenretter-T-Shirts.
„Es ist ein Gemeinschaftsprojekt“, sagt Böse, eines, dass die Menschen auf dem Campus zusammenbringen soll. Sogar eine Anwohnerin kümmert sich an den Wochenenden liebevoll um die Enten und bringt ihnen ihr Futter in die kleine „Aufzuchtstation“.
Der Innenhof bietet den Tieren Schutz vor Füchsen. Deshalb habe man dort die Pflanzen auch nicht beschnitten und für die Tiere eine kleine Wasserstelle eingerichtet, erläutert Böse. Nun aber sind die Entchen groß genug, sie sollen auf den Teich auf den Campus ziehen und lernen, sich selbst zu versorgen. „Sie sollen sich nicht zu sehr an die Menschen gewöhnen“, sagt der Entenretter, sondern ein eigenständiges Leben führen und, wenn es soweit ist, auch davonfliegen.
(go)














Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
[caption id="attachment_104237" align="aligncenter" width="622"]
Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner