Kaum betritt Heiko Böse den kleinen Innenhof auf dem Campus der Freien Universität in Lankwitz, kommt sie angelaufen: die kleine Entenfamilie, die dort ihr Zuhause hat. Sie weiß genau: Jetzt gibt es Futter.
Dass auf dem Campus acht Entenkinder mit ihrer Mutter leben, ist den Entenrettern zu verdanken, die die Tiere jeden Morgen füttern. Einer von ihnen ist Böse. „Wir haben hier seit Jahren eine Entenmutter, aber die Babys sind immer verstorben. Wir wussten nicht voran das liegt“, erzählt er. Die Idee: Vielleicht gibt es zu wenig Futter. Beim neuen Nachwuchs, der vor drei Monaten geschlüpft ist, gründete sich an auf dem Campus das Entenretter-Team, das nun zufüttert. Reis und Mais, Schwarzbrot und gekochte Eier, Salat und Wasserlinsen stehen auf der Speisekarte der Schnattertiere, um die sich mittlerweile zehn Mitarbeiter und Studenten verschiedener Nationalitäten kümmern. Auf einem Youtube-Kanal berichtet das Team von seiner Arbeit, die Universität stiftete sogar Entenretter-T-Shirts.
„Es ist ein Gemeinschaftsprojekt“, sagt Böse, eines, dass die Menschen auf dem Campus zusammenbringen soll. Sogar eine Anwohnerin kümmert sich an den Wochenenden liebevoll um die Enten und bringt ihnen ihr Futter in die kleine „Aufzuchtstation“.
Der Innenhof bietet den Tieren Schutz vor Füchsen. Deshalb habe man dort die Pflanzen auch nicht beschnitten und für die Tiere eine kleine Wasserstelle eingerichtet, erläutert Böse. Nun aber sind die Entchen groß genug, sie sollen auf den Teich auf den Campus ziehen und lernen, sich selbst zu versorgen. „Sie sollen sich nicht zu sehr an die Menschen gewöhnen“, sagt der Entenretter, sondern ein eigenständiges Leben führen und, wenn es soweit ist, auch davonfliegen.
(go)














Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: