„Architektur leben!“ Unter diesem bundesweiten Motto lädt die Architektenkammer Berlin am letzten Juniwochenende dazu ein, die Baukultur der Hauptstadt zu entdecken. Neben dem Kirchenumbau der Markus-Gemeinde und dem Umbau des Gemeindebüros der Matthäus-Gemeinde gibt es in Steglitz-Zehlendorf an beiden Tagen noch mehr zu besichtigen und zu erfahren.
So wird es am Sonnabend, 29. Juni, um 15 und um 17 Uhr jeweils eine Führung durch das Wohnhaus Kyllmannstraße 7a geben. Das Architektenbüro Hüffer-Ramin hatte das Haus 2012 im Auftrag der Volkswohl Bund Versicherungen errichtet. Der Neubau mit Tiefgarage im Souterrain, drei Geschossen und zurückgesetztem Dachgeschoss gliedert sich in drei versetzte Kuben, in denen zwölf 90 bis 120 Quadratmeter große Wohnungen Platz finden. In allen Wohnungen lassen sich die Wohn- und Essbereiche mit fließenden, flexibel schaltbaren Räumen von den Privatbereichen trennen. Die Fassaden des Massivbaus sind mit Mineralwolle gedämmt und mit mineralisch durchgefärbten Putz verputzt, die Holzfenster sind dreifach verglast. Das Dach ist begrünt und mit einer Solaranlage ausgestattet.
Eine sanierte Villa der Freien Universität kann um 11 Uhr an der Arnimallee 10 erkundet werden. Das Gebäude aus den 1930er Jahren war bis 2012 vom Architektenbüro Arnold und Gladisch saniert und erweitert worden, um die Kolleg-Forschergruppe „BildEvidenz“ des Kunsthistorischen Instituts der FU dort unterzubringen. Dazu wurden die vorhandene Arbeitsräume hergerichtet, Dachgeschoss sowie Souterrain ausgebaut. Besonderes Augenmerk lag auf einem schonenden Umgang mit der Substanz. Bestehende Kastenfenster blieben erhalten. Beim Umbau wurden wertbeständige, natürliche Materialien verwendet.
An der Spanischen Allee 37 hat die Anja Beecken Architekten Gesellschaft von Architekten und Energieberatern mbH ihre Büros, die sich am Sonnabend, 29. Juni, von 14 bis 18 Uhr für interessierte Besucher öffnen. Jeweils zur vollen Stunde – zuletzt um 17 Uhr – werden Führungen angeboten, eine Viertelstunde später gibt es Vorträge zu den Themen KfW-Sanierung, Denkmal und Neubau, Energieberatungen.
Diese und weitere Termine gibt es im kostenfreien Programmleporello, das die Architektenkammer Berlin zum Tag der Architektur herausgibt. Das Programm enthält alle Projekte, Adressen, Führungen und sonstige Veranstaltungen, sortiert nach Berliner Bezirken und ist bei allen Teilnehmern, bei der Architektenkammer Berlin und an vielen zentralen Orten in Berlin erhältlich. Darüberhinaus steht das Programm unter mobil.tag-der-architektur.de für Smartphone- oder Tabletnutzer als mobile Website zur Verfügung. Die kostenfreie App kann auch im App- oder Playstore heruntergeladen werden.
(sn)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: