Am Mittwoch wurden insgesamt elf Schulen ausgezeichnet. Foto: Senatsverwaltung

In Berlins größtem Schulwettbewerb zum Klimaschutz gingen zwei vierte Plätze nach Steglitz-Zehlendorf, zum einen an die Grundschule am Insulaner, zum anderen an die Mühlenau- Grundschule. Sie erhielten dafür jeweils 500 Euro.

Die Grundschule am Insulaner beteiligt sich seit fünf Jahren an dem Wettbewerb „Berliner Klima Schule“. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf drei Themen, erläutert Katharina Jacob, die die Klimagruppe der Schule leitet. Da war zum einem das Thema Müll – Wertstoff oder Abfall? Die Schüler beschäftigten sich dabei mit Fragen, was man aus Müll alles machen kann, bastelten unter anderem Portmonees aus Tetra Packs. Dann schauten sie an der Schule, was und wie viel Müll anfällt und wie man ihn vermeiden kann.

Zweites Thema war die der Mobilität. Kinder der ersten und zweiten Klassen sollten dazu ermutigt werden, ohne Auto und Eltern zur Schule zu kommen. Dazu malten die älteren Schüler gelbe Fußspuren auf die Gehwege, um den Kindern den Weg zu zeigen, und veranstalteten eine Schulwegmeisterschaft. Die Kinder der fünften und sechsten Klassen befragten dabei die Schüler der Klassenstufen eins und zwei, wie sie zur Schule gekommen sind. Wer den Weg alleine meisterte, bekam dafür Punkte – und schließlich einen Preis.

An der Schule gibt es auch eine Klimagruppe. Die Kinder sind Klimabotschafter, halten Vorträge an anderen Schulen, auch außerhalb Berlins. Und weil sie so viel unterwegs sind, soll ein Teil der Siegprämie dafür genutzt werden, um die Reisekosten zu bezahlen, so Jacob. Auch Material für die Dokumentationen könnte davon gekauft oder vielleicht ein Dozent im kommenden Jahr bezahlt werden. Auf jeden Fall kommt das Geld der Klimagruppe zugute.

Zufrieden sei sie mit dem vierten Platz, erzählt die Lehrerin. Den hat man schon zwei oder dreimal gewonnen. An der Grundschule am Insulaner sind es die Klassen fünf und sechs, die sich mit dem Klimaschutz befassen. Da man eine musikbetonte Schule ist, sei es schwer die ganze Schule in den Wettbewerb zu involvieren, erklärte Jacob. Ansonsten wären die Chancen größer, auch mal einen ersten, zweiten oder dritten Platz zu holen. Mitmachen will man auch im kommenden Jahr wieder.

Der Wettbewerbsbeitrag der Mühlenau-Grundschule lautete „Wir tun was – Mobilität und Gesundheit“. „Unser Ziel ist es, dass Schüler sich mit den Folgen der Art und Weise der Mobilität auseinandersetzen. Die Schüler sollen sich fragen, ob es erforderlich ist, mit dem Auto zur Schule gebracht zu werden, oder ob es nicht schon ihrer eigenen Gesundheit, der Gesundheit anderer und der gesamten Umwelt zuträglicher ist, sich zu bewegen und zu Fuß oder per Fahrrad zur Schule zu gelangen“, heißt es auf der Homepage der Schule.

Und so setzten sich bei der Projektwoche „Zu Fuß zur Schule“ alle Klassenstufen mit dem Thema Mobilität auseinander. Es wurde darüber diskutiert, welche Möglichkeiten der Fortbewegung es gibt und welche Folgen sie für die Umwelt haben.

Insgesamt gab es 15 verschiedene Projekte, so wurde klimabewusst gekocht, es fand ein Energierundgang im Schulhaus statt, Sechstklässler besuchten die Schüleruni und bauten eine klimafreundliche Stadt; aber auch der Spaß kam nicht zu kurz, etwa bei einer Kiezrallye und einem Sportfest.

Träger des Wettbewerbs sind die Berliner Senatsverwaltungen für Bildung, Jugend und Wissenschaft sowie für Stadtentwicklung und Umwelt, die Gasag Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft sowie der BUND Berlin e.V. Ausgezeichnete Schulen werden besonders berücksichtigt bei der Vergabe von Mitteln aus dem Schulsanierungsprogramm für öffentliche Schulen.

(sn/go)