
Vertreter der beiden Kirchenkreise sowie die Bezirkstadträte tauschten sich zu verschiedenen Themen aus. Foto: Bott
Zu einem Gedankenaustausch trafen sich am Dienstag Bezirksbürgermeister Norbert Kopp (CDU) und die vier Bezirksstadträte von Steglitz-Zehlendorf mit Vertretern der evangelischen Kirchenkreise Steglitz und Teltow-Zehlendorf im Paulus-Zentrum Lichterfelde. Themen waren unter anderem das Bürgervotum zur Treitschkestraße, Stolpersteinverlegungen und die Vorhaben, Flüchtlinge im Bezirk unterzubringen. Von dem Treffen berichtet Ulrike Bott vom Kirchenkreis Steglitz:
In diesem Jahr war der Kirchenkreis Steglitz Gastgeber der regelmäßig stattfindenden Begegnungen von Kirche und Stadt. Nach einer kurzen Vorstellung von Beispielen kirchlicher Arbeit ging es zur Sache. Die beiden Superintendenten Thomas Seibt und Johannes Krug hatten bereits im Vorfeld Themen geäußert, die zur Sprache kommen sollten. In freundlicher Atmosphäre wurden Fragen gestellt und Positionen benannt.
Bezirksstadträtin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) berichtete, dass die 284 Rückläufe der Anwohnerbefragung Treitschkestraße am 19. Dezember öffentlich ausgezählt werden. 428 Anwohner waren berechtigt, ihr Votum zur Straßenumbenennung abzugeben. Das Ergebnis der Befragung wird anschließend in der Bezirksverordnetenversammlung diskutiert. Darüber hinaus sagte sie weitere Unterstützung für die Stolperstein-Initiativen der beiden Kirchenkreise zu.
Auf die Frage, wie es sich mit der Unterbringung der großen Zahl von Flüchtlingen verhalte, die gegenwärtig Berlin erreichen, erklärte Norbert Kopp, dass der Bezirk Steglitz-Zehlendorf nicht mehr wie früher über eigene Liegenschaften verfüge. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales will die Unterbringung von 6.000 Flüchtlingen in Berlin gewährleisten. Davon sollen 500 Plätze in Steglitz-Zehlendorf eingerichtet werden. Kopp bedankte sich bei der Johannes-Gemeinde Schlachtensee für die Zusammenarbeit im Zusammenhang mit der Notunterkunft Am Kirchblick, in der zurzeit 70 Flüchtlinge untergebracht sind.
Ein weiteres Thema, das die Lichterfelder umtreibt, ist die Forderung nach einer Tempo-30-Zone am Hindenburgdamm in Höhe der Paulus-Kirche. Drei Kindergärten liegen an der stark und oft gefährlich schnell befahrenen Straße. Der stellvertretende Bezirksbürgermeister Michael Karnetzki (SPD) bekundete seine Unterstützung für das Bürgeranliegen, verwies allerdings darauf, dass die Verkehrslenkung in der Senatsverwaltung entschieden wird. Er hat der Bürgerinitiative bereits empfohlen, eine Petition einzureichen.
Aus dem Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf berichtete Johannes Krug über die Einrichtung einer neuen Stelle, die auf den Umgang mit immobilen Hochbetagten ausgerichtet ist. Er bat um eine gute Vernetzung der Arbeit in den Bezirk hinein.
Gastgeber Thomas Seibt verwies auf das Jahresthema der Reformationsdekade „Reformation und Toleranz“, das 2013 in beiden Kirchenkreisen aufgegriffen wird. Er regte an, eine gemeinsame Veranstaltung von Bezirk und Kirchen zu diesem umfassenden Thema zu organisieren. Darüber hinaus betonte er den Wunsch, im Gespräch zu bleiben. Jede der Organisationen hätte schließlich das Ziel, sich um die Belange der Menschen vor Ort zu kümmern.
Im Namen des Bezirksamtes bedankte sich Norbert Kopp herzlich für die Einladung und bekundete sein ausdrückliches Interesse an gegenseitigem Austausch und gemeinsamen Veranstaltungen. Er befürworte es, die Begegnungen wieder jährlich stattfinden zu lassen. Im kommenden Jahr würde er die Vertreter der Evangelischen Kirche zu sich bitten, kündigte Kopp an.
(sn)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Hallenbäder öffnen, am Wannsee stehen wieder Faß-Saunen. Auch das Stadtbad Schöneberg geht wieder in Betrieb.
Derzeit öffnen nach und nach 25 Hallenbäder für die Öffentlichkeit. Das frisch sanierte Stadtbad Schöneberg steht ab dem 9. September wieder zur Verfügung. Da die Bäderbetriebe dieses Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum feiern, erhält am Eröffnungstag jeder 30. Badegast an der Kasse vor Ort freien Eintritt.
Das Bad war zuvor seit Anfang 2024 teilsaniert worden: Die Technik wurde erneuert und die Heizungsanlage. Auch Teile der Fassade wurden saniert und die Becken neu gefliest. Die Arbeiten kosteten 14,5 Millionen Euro.
Da das Personal jetzt in den Hallenbädern benötigt wird, weil dort mit Schuljahresbeginn das Schulschwimmen startet, schließen nach und nach die 14 Sommerbäder. Das Strandbad Wannsee hat bis zum 13. September geöffnet, das Sommerbad am Insulaner bis zum 11. September.
Das Strandbad bleibt zum Sonnenbaden und Saunieren noch bis zum 04. Oktober geöffnet. Zwei Fass-Saunen mit 85°C und 95°C stehen hierfür zur Verfügung. Im regulären Eintrittspreis ist die Nutzung der Strandkörbe mit inbegriffen. Wer das Sauna-Angebot mit nutzen will, zahlt am Eingang für eine Sauna-Tageskarte 11,50 Euro. Öffnungszeiten: in der Woche von 12 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10-18 Uhr. Die Tickets fürs Sonnenbaden und Saunieren sind direkt an der Kasse vor Ort erhältlich.
Einen Gesamtüberblick über alle offenen Bäder mit ihren jeweiligen Öffnungszeiten nach Tagen sortiert gibt es