
Das ab 1929 errichtete Schulhaus wird brandschutztechnisch und statisch saniert. Archiv-Foto: Denkmalschutzbehörde
Nach neunmonatiger Bauzeit ist der erste Bauabschnitt der statischen und brandschutztechnischen Sanierung
der Zinnowwald-Schule fertig gestellt. 1,2 Millionen Euro kosten die Arbeiten.
Die 1929 bis 1932 erbaute Zinnowwald-Schule erfüllte nicht mehr die heute gültigen Anforderungen an den Brandschutz und an die Standsicherheit und muss deshalb saniert werden. Bei der Ertüchtigung erhielten tragende Bauteile eine Brandschutzbekleidungen, bestehende Türen wurden durch Brandschutz- oder Rauchschutztüren ersetzt. In den Fluren wurden Rauchschutztüren eingebaut, die im Brandfall selbstständig schließen, es wurden technische Anlagen wie Sicherheitsbeleuchtung, Sicherheitsstromversorgung und Notausgangsbeschilderung hergestellt. Besonderes Augenmerk wurde bei allen baulich notwendigen Eingriffen darauf gelegt, dass die Maßnahmen sich möglichst unauffällig in das Baudenkmal einfügen, teilt das Bezirksamt mit.
Das Dach der Aula musste komplett geöffnet werden, damit dessen Tragkonstruktion statisch saniert werden konnte. Anschließend wurde die Dachkonstruktion wieder geschlossen, das Dach gedämmt und die maschinelle Entrauchung der Aula positioniert. Während der Bauarbeiten wurden im gesamten Keller und Dachgeschoss Schadstoffe festgestellt, die entsorgt werden mussten. Zum Abschluss der Sanierungen wurden die ursprünglichen Farbfassungen, an den Wänden und Paneelen mit den ursprünglichen Maltechniken wiederhergestellt, so dass die Aula heute wieder den Charakter aus der Entstehungszeit hat.
Die Ertüchtigung bei Brandschutz und Statik wurde zum Anlass genommen, gleichzeitig eine von der Schule dringend gewünschte Verbesserung der Akustik der Aula vorzunehmen. Dafür fand eine raumakustische Simulationsberechnung statt, auf deren Basis behutsam im Baudenkmal positionierte Decken- und Wandpaneele geplant wurden.
Die Baumaßnahmen fanden während des laufenden Schulbetriebs statt. Sie wurde mit Mitteln des Schul- und Schulsportanlagensanierungsprogramms finanziert.Der nächste Bauabschnitt soll noch in diesem Jahr beginnen.
(sn)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: