
Dieses Haus am Hindenburgdamm Ecke Gardeschützenweg in Lichterfelde ist seit 15 Jahren unbewohnt. Foto: Baumann
Seit mehr als 15 Jahren steht das Mietshaus am Hindenburgdamm Ecke Gardeschützenweg leer. Es ist in einem unbewohnbaren Zustand und verfällt immer weiter. Bei der gestrigen Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Steglitz-Zehlendorf diskutierten die Verordneten zum ersten Mal über das Lichterfelder „Geisterhaus“.
Bröckelnde Fassade, mit Plastikplanen abgedecktes Dach, verhüllte Balkone – das Haus am Hindenburgdamm bietet wahrhaft keinen schönen Anblick. Ein Zaun soll dafür sorgen, dass wenigstens die Gefahr durch herabstürzende Bauteile verringert wird. Eine Lösung gibt es bislang nicht, denn dem Bezirk fehlen hierfür rechtliche Instrumente.
„Wir brauchen ein konsequenteres Vorgehen gegen langjährigen Wohnungsleerstand“, fordert SPD-Bezirksverordnete Martin Matz. „Wir benötigen eine Regelung auf Landesebene, die das Zweckentfremdungsverbotsrecht ergänzt, so wie es in Hamburg der Fall ist.“ Nach diesem Modell könnte ein Treuhänder für das Haus eingesetzt werden, der die baulichen Maßnahmen umsetzt. Das Geld für die Renovierung würde in diesem Fall der Bezirk oder der Senat vorstrecken. Die ausgegebene Summe würde dann als Last ins Grundbuch eingetragen werden. Zahlt der Eigentümer das Geld nicht zurück, wäre der letzte Punkt dann eine mögliche Zwangsversteigerung des Hauses.
Stadtrat Michael Karnetzki (SPD), zuständig für das Wohnungsamt, erklärte, man habe sich in der Zwischenzeit an den Eigentümer mit einer „konkreten Aufforderung“ gewandt. Er habe jetzt bis zum 31. Juli Zeit, dem Bezirk gegenüber nachzuweisen, welche Maßnahmen er plant. „Diese müssen dann bis Ende des Jahres umgesetzt werden“, so Karnetzki. Geschieht dies nicht, werden Zwangsgelder verhängt.
Ob Geldstrafen den Eigentümer in irgendeiner Weise dazu bewegen, das Problem zu beseitigen, ist jedoch fraglich. Denn die Bußgelder der letzten Jahre habe er, der Aussage der Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) nach, anstandslos bezahlt. Auch die geforderten Auflagen zur Sicherung des Gebäudes wurden von ihm eingehalten.
„Wir als Bezirk nutzen die rechtlichen Instrumente, die wir im Moment haben, weitere Instrumente müsste uns dann die Landespolitik erst zur Verfügung stellen.“, so Karnetzki. Wir wissen aber nicht, ob Regelungen, wie es sie in Hamburg gibt, in Berlin überhaupt durchsetzbar wären.“
Berichten des rbb zufolge ist das Haus am Hindenburgdamm nicht das Einzige, das diesem Eigentümer gehört. Auch andere seiner Häuer stünden leer oder seien in einem für die Mieter unzumutbaren Zustand, wie die Häuser in der Kameruner Straße 5, Ecke Lüderitzstraße 22 in Mitte, in denen es offenbar einen massiven Rattenbefall und undichte Decken geben soll.
(eb)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner