Zwei Direktkandidaten für die Bundestagswahl standen für Interviews leider nicht zur Verfügung. Der Vollständigkeit halber wollen wir sie und ihr Parteiprogramm trotzdem kurz vorstellen. Den Anfang macht heute Burat Macit.
Burak Macit heißt der Direktkandidat für die Freien Wähler in Steglitz-Zehlendorf. Der Kaufmann ist mit 23 Jahren der jüngste der elf Direktkandidaten im Bezirk.
Die Freien Wähler treten zum ersten Mal zur Bundestagswahl an.
Entscheidungsfreiheit und Beteiligung sind die großen Schlagworte der Partei, die von sich sagt, dass sie kein ideologisch festgelegtes Parteiprogramm habe. Sie wolle sich freimachen von Parteizwängen und -disziplin und „ausschließlich nach sachpolitischen Erwägungen und nicht unter ideologischen Gesichtspunkten“ entscheiden.
Die Freien Wähler wollen die kommunale Selbstverwaltung stärken, setzen sich ein für mehr Bürgerbeteiligung und Volksentscheide. So sind sie sind dafür, den Bundespräsidenten direkt zu wählen.
Wichtig ist den Freien Wählern auch die Bildung, für die sie mehr Chancengleichheit fordern. „Wir müssen akzeptieren, dass jedes Kind mit unterschiedlichen Begabungen in die Schullaufbahn eintritt, die sich nur bis zum Maximum des individuellen Potenzials fördern lassen. Auf diese Förderung muss das Bildungssystem angelegt sein, nicht auf die Herstellung einer Gleichheit der Bildungsergebnisse“, heißt es in einem Positionspapier der Partei.
Dem Euro gegenüber sind die Freien Wähler kritisch, wollen allerdings weder Deutschland noch Schuldenländer wie Griechenland ausscheren lassen. Ihre Alternative: eine nationale Parallelwährung.
(sn)













Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: