Zwei Direktkandidaten für die Bundestagswahl standen für Interviews leider nicht zur Verfügung. Der Vollständigkeit halber wollen wir sie und ihr Parteiprogramm trotzdem kurz vorstellen. Den Anfang macht heute Burat Macit.
Burak Macit heißt der Direktkandidat für die Freien Wähler in Steglitz-Zehlendorf. Der Kaufmann ist mit 23 Jahren der jüngste der elf Direktkandidaten im Bezirk.
Die Freien Wähler treten zum ersten Mal zur Bundestagswahl an.
Entscheidungsfreiheit und Beteiligung sind die großen Schlagworte der Partei, die von sich sagt, dass sie kein ideologisch festgelegtes Parteiprogramm habe. Sie wolle sich freimachen von Parteizwängen und -disziplin und „ausschließlich nach sachpolitischen Erwägungen und nicht unter ideologischen Gesichtspunkten“ entscheiden.
Die Freien Wähler wollen die kommunale Selbstverwaltung stärken, setzen sich ein für mehr Bürgerbeteiligung und Volksentscheide. So sind sie sind dafür, den Bundespräsidenten direkt zu wählen.
Wichtig ist den Freien Wählern auch die Bildung, für die sie mehr Chancengleichheit fordern. „Wir müssen akzeptieren, dass jedes Kind mit unterschiedlichen Begabungen in die Schullaufbahn eintritt, die sich nur bis zum Maximum des individuellen Potenzials fördern lassen. Auf diese Förderung muss das Bildungssystem angelegt sein, nicht auf die Herstellung einer Gleichheit der Bildungsergebnisse“, heißt es in einem Positionspapier der Partei.
Dem Euro gegenüber sind die Freien Wähler kritisch, wollen allerdings weder Deutschland noch Schuldenländer wie Griechenland ausscheren lassen. Ihre Alternative: eine nationale Parallelwährung.
(sn)













Johanna Martens in der BVV am 22. April 2026, Rede zum Thema Kinder- und Jugendparlament | Foto: Grüne Fraktion[/caption]
Steglitz-Zehlendorf bekommt ein Kinder- und Jugendparlament.