Der evangelische Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf vergibt erstmals den "Ehrenamtsengel".

Die ersten drei Preisträger für den „Ehrenamtsengel“, den Preis für ehrenamtliches Engagement des Kirchenkreises Teltow-Zehlendorf, stehen fest. Auch ein Projekt aus Zehlendorf ist dabei: Die ehrenamtliche Hospizarbeit im Evangelischen Pflegewohnheim Schönow landete auf Platz zwei.

Ehrenamtliche Sterbebegleiter sorgen in dem Pflegewohnheim für einen würdigen und sehr persönlichen Ausklang des Lebens von Heimbewohnern. Sie gehen auf die Wünsche und Bedürfnisse der Sterbenden und ihrer Familie ein, beraten Familien und auch das Pflegepersonal. Derzeit sind dort vier Sterbebegleiterinnen tätig, vier weitere sind in der Ausbildung.

Platz eins der Ehrenamtsengel belegt ein Projekt aus Kleinmachnow, das einer Stele für Menschen errichten möchte, die in der Zeit des Nationalsozialismus Verfolgten Schutz boten und so deren Überleben ermöglichten. Platz drei ging an das Bosnien-Hilfsprojekt der Evangelischen Kirchengemeinde Großbeeren.

Den „Ehrenamtsengel“ als Preis für beispielhaftes freiwilliges Engagement in Kirche und Gemeinden vergibt der Evangelische Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf in diesem Jahr zum ersten Mal. Insgesamt wurden 19 Projekte von ehrenamtlich engagierten Menschen in den Kirchengemeinden zwischen Großbeeren und Dahlem für den „Ehrenamtsengel“ vorgeschlagen und auf der Internetseite www.ehrenamtsengel.de vorgestellt. Den ganzen Oktober über konnte abgestimmt werden – im Internet und über das Telefon. Am Ende wurden mehr als 5.000 Stimmen abgegeben. „Der Preis soll die vielen guten Beispiele ehrenamtlicher Arbeit in den Kirchengemeinden sichtbarer machen und zugleich Lust wecken, sich ehrenamtlich in Kirche und Gemeinde zu engagieren“, erklärt Teltow-Zehlendorfs Superintendent Johannes Krug die Intention der Preisvergabe. „Die für die Preisvergabe eingereichten Vorschläge zeigen eindrucksvoll, mit wie viel großartigem Einsatz, schöpferischer Fantasie und Leidenschaft in unseren Gemeinden ehrenamtlich getragene Projekte auf die Beine gestellt werden.“

Mit dem „Ehrenamtsengel“ sind Geldpreise in Höhe von 500, 300 und 200 Euro verbunden. Die Übergabe der Preise erfolgt beim Neujahrsempfang des Kirchenkreises. Im Oktober 2014 werden neue „Ehrenamtsengel“ gewählt.

(sn)