In den Kleingartenkolonien wird es auch weiterhin bunt blühen. Foto: Karl-Heinz Liebisch /pixelio.de
Theo Wille und seine Lebensgefährtin machen sich Sorgen um ihren Kleingarten. Seit einem Jahr haben sie in der Kolonie Alt Schönow eine Parzelle gemietet, fühlen sich dort sehr wohl. Doch nun plant der Bezirk, für die Kolonie einen Bebauungsplan (B-Plan) aufzustellen. Willes Befürchtung: Man will Voraussetzungen schaffen für eine mögliche Wohnbebauung, und die Pächter müssten ihre Gärten räumen. „Wir und natürlich andere (kritische) Parzellenpächter sind durch die potentielle Räumung auf Grund einer geplanten Wohnbebauung auf diesem attraktiven Areal verunsichert bis erbost, weil man von Politikerseite offensichtlich um den ‚heißen Brei‘ herumredet“, sagt Wille.
So heiß sei der Brei aber gar nicht, versichert der Vereinsvorsitzende des Kleingartenkolonie Alt-Schönow e.V., Hans Jürgen Christof. Die Angst vor einer Räumung der Kleingärten sei zur Zeit unbegründet. „Keine Zehlendorfer Anlage ist bedroht“, versichert er. Ein B-Plan sei sogar die „höchste Absicherung“. Auch für die Kolonien Hoppe und dem Rest der Kolonie Idsteiner Straße seien B-Pläne in Bearbeitung. Weitere sind geplant, weiß Christof, der auch im Vorstand des Bezirksverbandes Zehlendorf der Kleingärtner sitzt.
Ein Blick auf die Karte der Bebauungpläne im Bezirk zeigt, dass über vielen Kleingartenkolonien ein B-Plan liegt. Dort sind die Flächen als Dauerkleingärten eingetragen, eine Bebauung entsprechend des Bundeskleingartengesetzes geregelt. Das heißt, die Lauben dürfen nur eingeschossig sein, nicht zum Wohnen genutzt werden und mit allen Nebenanlagen eine Grundfläche von 24 Quadratmetern nicht überschreiten. „Es liegt an den Kleingärtnern, auch wirklich eine Kleingartenanlge zu haben entsprechend dem Gesetz“, sagt Christof. Dann sei man auch relativ sicher.
Allerdings kann sich Christof auch erklären, woher die Angst Willes und andere Kleingärtner kommt: Es ist die Ankündigung von Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD), Kleingärten zugunsten von Wohnungsraum zu opfern. So wie die Kolonie Oyenhausen in Wilmersdorf. Bis zu 700 Wohnungen sollen dort auf einem Teil der Kleingartenanlage entstehen. Die Pächter dort kämpfen für den Erhalt unter anderem in dem sie fordern, dass mit einem Bebauungsplan die Anlage geschützt werden soll.
(go)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Hallenbäder öffnen, am Wannsee stehen wieder Faß-Saunen. Auch das Stadtbad Schöneberg geht wieder in Betrieb.
Derzeit öffnen nach und nach 25 Hallenbäder für die Öffentlichkeit. Das frisch sanierte Stadtbad Schöneberg steht ab dem 9. September wieder zur Verfügung. Da die Bäderbetriebe dieses Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum feiern, erhält am Eröffnungstag jeder 30. Badegast an der Kasse vor Ort freien Eintritt.
Das Bad war zuvor seit Anfang 2024 teilsaniert worden: Die Technik wurde erneuert und die Heizungsanlage. Auch Teile der Fassade wurden saniert und die Becken neu gefliest. Die Arbeiten kosteten 14,5 Millionen Euro.
Da das Personal jetzt in den Hallenbädern benötigt wird, weil dort mit Schuljahresbeginn das Schulschwimmen startet, schließen nach und nach die 14 Sommerbäder. Das Strandbad Wannsee hat bis zum 13. September geöffnet, das Sommerbad am Insulaner bis zum 11. September.
Das Strandbad bleibt zum Sonnenbaden und Saunieren noch bis zum 04. Oktober geöffnet. Zwei Fass-Saunen mit 85°C und 95°C stehen hierfür zur Verfügung. Im regulären Eintrittspreis ist die Nutzung der Strandkörbe mit inbegriffen. Wer das Sauna-Angebot mit nutzen will, zahlt am Eingang für eine Sauna-Tageskarte 11,50 Euro. Öffnungszeiten: in der Woche von 12 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10-18 Uhr. Die Tickets fürs Sonnenbaden und Saunieren sind direkt an der Kasse vor Ort erhältlich.
Einen Gesamtüberblick über alle offenen Bäder mit ihren jeweiligen Öffnungszeiten nach Tagen sortiert gibt es