Bezirksstadträtin Christa Markl-Vieto (Grüne) teilt mit, dass das elektronische Verfahren zur Leitungsbeauskunftung in Berlin behördenübergreifend erfolgreich eingeführt worden ist. Die Tiefbau- und Landschaftsplanungsämter aller zwölf Berliner Bezirke und die Abteilung Tiefbau bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt können jetzt das Verfahren nutzen, um Anfragen zur Lage von Versorgungsleitungen an die in Berlin tätigen Leitungsnetzbetreiber zu
stellen.
Verantwortlich für die Einführung des Verfahrens war der Leiter des Tiefbau- und Landschaftsplanungsamtes Steglitz-Zehlendorf, Martin Müller-Ettler, der dabei von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt stark unterstützt wurde. „Ich freue mich, dass in guter Zusammenarbeit unter Federführung des Bezirks das neue Verfahren auf den Weg gebracht ist. Die neue eStrasse wird in Zukunft die Bautätigkeiten in Berlin deutlich erleichtern“, so Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler.
Das Projekt eStrasse begann im Jahre 2009 aufgrund einer Initiative der damaligen Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen, die zu einer Kooperationsvereinbarung zwischen den vier großen Berliner Versorgungsunternehmen – Netzgesellschaft Berlin Brandenburg (Gas), Vattenfall Netz (Strom), Vattenfall Wärme (Fernwärme) und Berliner Wasserbetriebe- , drei Berliner Tiefbauämtern und zwei Senatsverwaltungen führte. Insgesamt wurden etwa 180 Mitarbeiter aller Berliner Straßenbaubehörden in das Verfahren eingewiesen. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass es eine spürbare Entlastung der Sachbearbeiter und eine Beschleunigung der Vorgänge durch die elektronische Bearbeitung gebe.
Mit dem Internet-Leitungsauskunftsportal eStrasse erhalten die Anfragenden die Möglichkeit, alle teilnehmenden Versorgungs-, Telekommunikationsunternehmen und Behörden online zu erreichen, ohne dass diese wie bisher einzeln manuell angeschrieben werden müssen. Viele der angefragten Leitungsnetzbetreiber stellen ihre Leitungsauskunft in das Portal ein, wo sie der Anfragende in übersichtlicher Form einsehen und herunterladen kann. Einige Unternehmen antworten noch auf herkömmlichem Weg.
Die großen Vorteile des Verfahrens eStrasse bestehen darin, dass mit einer Leitungsanfrage gleichzeitig alle am Portal beteiligten Leitungsnetzbetreiber angefragt werden, dies auch außerhalb der üblichen Geschäftszeiten über das Internet
möglich ist, erteilte Leitungsauskünfte jederzeit über einen Zeitraum von sechs Jahren – auch wiederholt – abrufbar sind, die Bearbeitung und Beantwortung von eingehenden Leitungsanfragen, über eine Anwendung erfolgt. Der weitere Ausbau der elektronischen Bearbeitung von Verwaltungsdienstleistungen auf diesem Gebiet ist geplant. So sollen
die Genehmigungsverfahren zur Straßenlandsondernutzung ebenfalls digitalisiert werden. Die Grundlagen für einen Projektstart sollen durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt noch im Jahr 2012 gelegt werden.
(sn)












Symbolbild: Der unvergessene "Zick-Zack-Radweg" in der Leo-Baeck-Straße in Zehlendorf (2018). | Foto: Baumann[/caption]
Der ADFC will’s wissen: Bis zum 30. November können Radfahrerinnen und Radfahrer bewerten, wie fahrradfreundlich Berlin ist.
Wie ist der Zustand der Radwege? Wie viel wird fürs Radfahren schon getan? Macht Radfahren Spaß oder ist es eher Stress? Wie bewerten die Menschen das Fahrradklima in Berlin? „Die Ergebnisse zeigen, wo Berlin beim Radverkehr wirklich steht und wo noch nachgebessert werden muss. Wir rufen alle Radfahrerinnen und Radfahrer dazu auf, bei der großen Umfrage mitzumachen“, sagt Marlene Alber, Politische Referentin des ADFC Berlin. Die Erhebung wird seit 2012 alle zwei Jahre durchgeführt und vom Bundesverkehrsministerium gefördert. Im Jahr 2024 beteiligten sich rund 213.000 Menschen in über 1000 Orten in Deutschland. Das bundesweite Ranking der fahrradfreundlichsten Städte und weitere Ergebnisse der Befragung werden im Frühjahr 2027 vorgestellt.
Zum ersten Mal widmet der ADFC Kindern und Jugendlichen eine eigene Umfrage im ADFC-Fahrradklima-Test. Was brauchen junge Menschen, um selbstständig mit dem Rad unterwegs zu sein? Die Umfrage soll zeigen, was beim Radfahren gut funktioniert, was Schwierigkeiten macht und was sich verändern muss, damit Kinder und Jugendliche gerne oder überhaupt auf das Fahrrad steigen.
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