
Viel Spaß beim Festprogramm hatten auch die Ehrengäste, darunter Kardinal Woelki Bezirksbürgermeister Norbert Kopp und Moderator Günter Jauch. Foto: Gogol
100 Jahre – so alt wurde am Sonnabend die katholische Kirche Mater Dolorosa in Lankwitz. Zum gratulieren kamen da viele vorbei. Zum Beispiel Kardinal Rainer Maria Woelki. Im Rahmen des Festgottesdienst hatte er schon die Predigt gehalten. „Ich habe mein ganzes Pulver schon in der Messe verschossen“, sagte er und hielt sich beim Festakt kurz. Die Kirche sei ein gemeinsamer Organismus. Wenn ein Glied sich freut, freuten sich alle, wenn eines leidet, litten alle. Deshalb freue sich anlässlich des Jubiläums das ganze Bistum mit der Gemeinde. „Ich bin dankbar, dass es sie hier in Lankwitz gibt“, so Woelki. Und damit meinte er nicht nur die Gemeinde, sondern auch Pfarrer Michael Schlede. Woelkis rhetorische Frage „Was wäre Mater Dolorosa ohne Michael Schlede?“ wurde mit großem Beifall von den zahlreichen Gäste bedacht. Seit 37 Jahren, und damit mehr als einer Drittel der 100 Jahre, ist Schlede Pfarrer der Gemeinde.
Zum gratulieren war auch Bezirksbürgermeister Norbert Kopp gekommen. Er wies hin auf die zahlreichen Angebote in der Gemeinde, die Theateraufführungen, die Seniorenarbeit, die kirchlichen Musiktage, mit der Mater Dolorosa auch das kulturelle Leben des Bezirks bereichere.
Von Nächstenliebe sei die Gemeinde geprägt, so Kopp. Dies zeige sich etwa in der Stiftung der Gemeinde aber auch in der Partnerschaft mit dem peruanischen Bistum Chachapoyas. Die Gemeinde überwinde Grenzen, ermutige und stärke. Sie greife ein und verändere mit Mut, mit Fantasie und Gottes Hilfe.
Was die Gemeinde so besonders mache, das wissen wohl ihre Glieder am besten:
Es sei die Lebendigkeit, sagt Barbara Damboldt. Es gebe die Kinderschule, eine Theatergruppe und Tanzkurse. „Die Kinder haben hier viel Spaß“. Für die Senioren werden Reisen organisiert. Ihr Wunsch: „Dass alles so schön weiter geht“.
Das Besondere an der Gemeinde sei der Pfarrer, so Ilse Baer. Er habe der Gemeinde seinen Stempel aufgedrückt, aber auch umgekehrt habe die Gemeinde den Pfarrer beeinflusst. Auch Baer weist auf die vielen Gruppen hin. „Wir sind eine lebendige und vielfältig agierende Gemeinde.“ Was sie besonders freut: Fast alle Gemeindeglieder kommen jeden Sonntag zur Messe. „Und wir können herzhaft singen“. Baers Wunsch für die Gemeinde: Gottes Segen und dass alles so weitergeht.
Das „emotionale Engagement des Pfarrers, das auf alle überstrahlt“, das sei das Besondere an der Mater Dolorosa- Gemeinde, findet Agnes Marie Kretz. Sie wünscht der Gemeinde, dass ihr diese Energie, die sie ganz besonders bei Festen spürt, erhalten bleibt.
Dass Mater Dolorosa nicht wie jede andere Gemeinde ist, hat sich herumgesprochen. Irmgard Böhm gehört nicht zu ihr, aber kommt trotzdem regelmäßig zu den Gottesdiensten vorbei. Sie höre gern die Predigten von Pfarrer Schlede. „Manchmal habe ich das Gefühl, er redet nur für mich“. Ihr Geburtstagswunsch: Dass sich in der Gemeinde weiterhin alle so für sie einsetzen.
Renate Burger war sogar zum ersten Mal in der Lankwitzer Kirche. Sie kam wegen der Krönungsmesse, die während des Festgottesdienstes aufgeführt wurde – und auch wegen Kardinal Woelki. Burger wünscht der Gemeinde, dass es so lebendig und fröhlich weitergeht. Auch wenn Pfarrer Schlede im nächsten Jahr sich verabschiede.
Lebendig und fröhlich war auch das Fest, bei dem unter anderem die Kinder der Gemeinde sangen und in einer Jurte Bilder und Filme aus dem Leben der Gemeinde gezeigt wurden.
(go)












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