Hoch über dem schwarzen Grund, auf einer Anhöhe des Thielparkes errichtete Ernst Petersen von 1936 bi 37 sein zweigeschossiges Privathaus mit angegliedertem Bildhaueratelier für seine Frau und sein separates Architekturbüro. Das Gebäudeensemble ist ganz auf die landschaftlich gestaltete Parkanlage ausgerichtet und Denkmal des Monats Juli.
Zur Straße ist das höher gelegene Grundstück von einer mächtigen Böschungsmauer begrenzt. Die Gebäudeteile sind vor Einblicken geschützt weit zurückgesetzt. Durch ein schmiedeeisernes Tor gelangt man von der Straße über eine steile Treppe auf das Erdgschoss-Plateau.
Heinrich Friedrich Wiepking-Jürgensmann gestaltete eine in unterschiedliche Zonen gegliederte Gartenanlage, die in enger Beziehung zu den Gebäudeteilen steht. Der für Wiepking- Jürgensmann typische streng formale Garten mit seinen geradlinigen Wegen grenzt sich von der umgebenden Landschaft deutlich ab. Mit artenreichen Staudenpflanzungen in einer großzügigen Grundstruktur erzielte er imposante Raumwirkungen.
Nach Jahren der Vernachlässigung erfolgte eine Grundstücksteilung. Engagiert stellten die neuen Eigentümer mit Hilfe der Landschaftsarchitektin Katrin Lesser neben Wohnhaus und Atelier auch den parkseitig zugehörigen Gartenbereich denkmalgerecht wieder her.
Von der großzügigen Rasenfläche direkt hinter der Grundstücksmauer mit einer geschnittenen Feuerdornhecke kann heute weit in die Parklandschaft geschaut werden. Der Staudengarten vor dem ehemaligen Bildhaueratelier, der von Terrassen, einer Sitzmauer und einem rechteckigen Seerosenbecken umschlossen wird, lädt zum Verweilen ein. Besonders innovativ ist das Panoramafenster des Ateliers, welches sich in voller Größe so verschieben lässt, dass der Werkraum ins Freie offen steht. Mit der direkt angrenzenden Terrasse und dem anschließenden Staudengarten bot sich der Künstlerin ein wahrlich inspirierender Arbeitsplatz.
Das Seerosenbecken, viele Jahre als Hochbeet zweckentfremdet, ist das jüngst wiederhergestellte Detail der Gartenanlage. Wasser als Element der Sinne und Gestaltung fehlt in kaum einem der Gärten Wiepking-Jürgensmanns. Seerosenbecken, Vogelbrunnen, Sprudelstein oder Schwimmbad sind charakteristisch für den Gartenarchitekten. Sich in den Oberflächen spiegelnde Pflanzen, das beruhigende Plätschern, die Vielzahl der Vogelgäste oder eine Abkühlung im Hochsommer sollen das Harmoniegefühl steigern.
Vom Frühling bis in den Herbst hinein blüht eine große Pflanzenvielfalt wie Rittersporn, Pfingstrosen, Phlox, Mohn in vielen, vorwiegend rosa, violetten und weißen Farbtönen, die sich wunderbar an den roten Weser-Sandstein anpassen, den Wiepking-Jürgensamnn für die Terrassen, Wege, die Zugangstreppe, die Sitzmauer und für das Seerosenbecken verwendete, um die einzelnen Gartenräume optisch miteinander zu verbinden.
Der hinter dem Wohnhaus angelegte schmale Schattengarten ist mit Hortensien und Rhododendren bepflanzt, unter denen Stauden wie Anemonen, Astilben und Funkien den Boden abwechslungsreich bedecken. Mit ihren hauptsächlich weißen Blüten ergibt sich mit dem roten Laub einzelner Gehölze und den roten Sandsteinplatten des Weges ein harmonisches Farbenspiel. Der zwischen dem Wohnhaus und dem ehemaligem Bürogebäude liegende, ebenfalls mit roten Sandsteinplatten belegte Gartenhof, hat sein mediterranes Flair mit Kletterosen und Lavendel zurück erhalten.
Mit viel Sachverstand und großer Energie pflegen die Hausherrin und der Hausherr ihr wunderschönes Kleinod. Ein Glücksfall für das Gartendenkmal. Auch hier wird wieder „durchgeblüht“.
Uwe Schmohl
Denkmalschutzbehörde Steglitz-Zehlendorf



















Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner