Initiative „Lebenswerter Kranoldplatz“ gegründet

Initiative „Lebenswerter Kranoldplatz“ gegründet

Illustration und Gestaltung von Oliver Marraffa

 

Bürger*innen setzen sich in Lichterfelde Ost für eine nachhaltige, klimabewusste, umweltverträgliche und ökologische Umgestaltung des Kranoldplatzes und seiner Umgebung ein.

Die Initiative „Lebenswerter Kranoldplatz“ wurde am 03.06.2022 gegründet. Sie ist ein parteiunabhängiger Zusammenschluss von Bürger*innen aus dem Kranoldkiez, die sich für eine nachhaltige Entwicklung ihres Kiezes stark machen. Sie setzen sich dafür ein, dass

• der Kranoldplatz zu einem lebenswerten Platz – ohne jeglichen ruhenden motorisierten Verkehr – umgestaltet wird und den Menschen wieder als Ort vielfältiger Begegnung dient,

• der Platz und seine Umgebung gemäß den Anforderungen des Berliner Mobilitätsgesetzes umgestaltet werden,

• diese Umgestaltung zu einer möglichst weitgehenden Verbesserung des Mikroklimas vor Ort und weniger Verkehrslärm führt,

• die Fläche des Kranoldplatzes so weit wie möglich vergrößert wird und in der Folge mehr Raum für den Markt bietet,

• der Marktbetrieb während der Umgestaltung des Platzes unter allen Umständen aufrecht erhalten bleibt,

• die Einkaufs- und Aufenthaltsqualität am und auf dem Kranoldplatz verbessert werden und so die wirtschaftlichen Belange der Markthändler*innen, der Geschäfte und Dienstleister*innen rund um den Kranoldplatz gebührende Berücksichtigung finden,

• mobilitätseingeschränkte Menschen mittels geeigneter Konzepte notwendige Zugänge zu Dienstleister*innen und Geschäften rund um den Platz haben,

• der Platz mit Sondergenehmigung und für Fahrzeuge mit Sonderrechten gemäß StVO befahrbar ist,

• für das Zentrum von Lichterfelde Ost ein zeitgemäßes Parkraumkonzept für motorisierte und nicht motorisierte Fahrzeuge und an Markttagen auch für die Fahrzeuge der Markthändler*innen entwickelt wird und

• im Rahmen dieser Vorgaben Bürger*innen an der Umgestaltung des Platzes und seiner Umgebung angemessen beteiligt werden.

Die Initiative Lebenswerter Kranoldplatz fordert die BVV Steglitz-Zehlendorf auf, diese Ideen so bald wie möglich umzusetzen. Noch im Jahr 2022 soll sie einen entsprechenden Beschluss zur nachhaltigen, klimabewussten, umweltverträglichen und ökologischen Umgestaltung des Kranoldplatzes und seiner Umgebung im Rahmen eines integrierten Gesamtkonzepts fassen. Die Initiative bezieht sich dabei auch darauf, dass das Bündnis aus GRÜNEN, SPD und FDP in Steglitz-Zehlendorf in ihrer Zählgemeinschaftsvereinbarung eine Umgestaltung des Kranoldplatzes bereits ins Auge gefasst hat.

Helfen Sie mit, dass der Kranoldplatz wieder zu unserer lebenswerten Mitte wird.

Wir freuen uns, wenn Sie uns unterstützen oder bei uns mitmachen möchten. 

KONTAKT: info@lebenswerterkranoldplatz.de

 


V.i.S.d.P.: Stephan Voß
Ferdinandstr. 23a
 12209 Berlin

 

 

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„Perspektiven der Kinder und Jugendlichen machen unsere Entscheidungen besser“

[caption id="attachment_103286" align="aligncenter" width="400"] Johanna Martens in der BVV am 22. April 2026, Rede zum Thema Kinder- und Jugendparlament | Foto: Grüne Fraktion[/caption]   Steglitz-Zehlendorf bekommt ein Kinder- und Jugendparlament. Das hat die BVV in der vergangenen Woche beschlossen. Wir dokumentieren die Rede von Johanna Martens, jugendpolitische Sprecherin der Fraktion der Grünen, im Wortlaut: Wir haben vor anderthalb Jahren einstimmig beschlossen, ein Beteiligungsgremium für Kinder und Jugendliche auf den Weg zu bringen. Seitdem ist viel passiert: Es gab einen strukturierten Beteiligungsprozess, Gespräche in Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen und mit Fachkräften. Und vor allem mit den jungen Menschen selbst. Wir haben uns bewusst nicht vorab auf eine Struktur für ein solches Gremium festgelegt und diese den Kindern- und Jugendlichen vorgesetzt, sondern den Beteiligungsprozess ernst genommen. Das Ergebnis dieses Prozesses war eindeutig: Die Kinder und Jugendlichen in Steglitz-Zehlendorf wollen ein Kinder- und Jugendparlament. Das Kinder- und Jugendparlament wird demokratisch gewählt, breit zusammengesetzt aus Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Vereinen und weiteren Organisationen. Es gibt klare Regelungen zur Repräsentanz und zur Einbindung verschiedener Gruppen im Bezirk. Und mit der Änderung der Geschäftsordnung integrieren wir dieses neue Gremium in unsere Arbeit in der BVV: Das Kinder- und Jugendparlament wird zu den Sitzungen eingeladen, kann eigene Anträge in die BVV einbringen und erhält eine nachvollziehbare Rückmeldung, wenn Anträge abgelehnt werden sollten. Auch Rederechte sind vorgesehen. Das sind notwendige strukturelle Veränderungen, die echte Mitwirkung ermöglichen. Warum ist das so wichtig? Weil wir damit zeigen, dass wir die Anliegen junger Menschen ernst nehmen. Weil wir damit Vertrauen in die Bezirkspolitik schaffen. Und weil wir somit ganz konkret in und mit diesem Gremium etwas gegen Politikverdrossenheit tun. Viele junge Menschen haben das Gefühl, dass Politik über sie hinweg entscheidet, sie nicht ernst nimmt. Doch wer früh erlebt, dass die eigene Stimme gehört wird und Einfluss hat, entwickelt Vertrauen in demokratische Prozesse. Mit diesem Beschluss heute können wir zeigen: Eure Perspektiven sind nicht nur willkommen – sie haben Gewicht. Gleichzeitig profitieren auch wir als Bezirksverordnete und der Bezirk selbst: Kinder und Jugendliche nehmen ihren Bezirk anders wahr als wir Erwachsene, haben oft einen anderen Blick auf ihren Alltag: auf Schulwege, Freizeitangebote oder öffentliche Räume. Sie sehen Probleme, die wir vielleicht übersehen würden und haben Ideen, auf die wir selbst nicht kommen würden. Diese Perspektiven machen unsere Entscheidungen als BVV besser. Deshalb geht es heute auch um Vertrauen: Vertrauen darin, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen können und wollen. Und dass sie uns als Bezirkspolitik vertrauen können. Und es geht um Respekt: Respekt vor der Zeit, dem Engagement und den klaren Forderungen, die im Beteiligungsprozess formuliert worden sind. Ich möchte mich deshalb im Namen der Grünen Fraktion ausdrücklich bei allen bedanken, die daran mitgewirkt haben: bei allen Kindern und Jugendlichen, die sich eingebracht haben, bei den Einrichtungen, Fachkräften und der Verwaltung, die diesen Prozess getragen haben. Sie haben die Grundlage dafür geschaffen, dass wir heute diesen Schritt gehen können.

Johanna Martens

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