Kranoldplatz heute | Foto: Stephan Voß

 

Ab 2030 könnte die lange diskutierte Umgestaltung des Kranoldplatzes beginnen. Vom Bezirk beauftragte Stadtplaner haben jetzt drei mögliche Umbauvarianten vorgelegt.

Vorgabe für die Planer des Büros Gruppe Planwerk war ein Beschluss der BVV, der zum einen die Erhaltung der Marktfläche und zweitens die Beibehaltung einer nicht näher benannten Anzahl von PKW-Stellplätzen festgelegt hatte. Dem Stadtplanungsausschuss wurden am 19. März drei verschiedene Varianten vorgestellt, die nun für die interessierte Öffentlichkeit online abrufbar sind.

Alle drei Entwürfe sehen eine Verkleinerung der bisherigen Marktfläche vor. Derzeit können maximal 81 Marktstände untergebracht werden, die verschiedenen Zukunftspläne sehen jeweils 57, 51 oder 49 Stände vor. Die Zahl der Stände ist jeweils abhängig von der Zahl der Parkplätze, der Möblierung und der Anzahl der Bäume.

Gemeinsam ist allen Varianten die niveaugleiche Platzgestaltung über die Fahrbahnen bis zu den Häusergrenzen. Der Vorteil dabei ist die flexible Gestaltung, einmal festgelegte Nutzungen wären also teilweise reversibel.

Die Expertise schlägt auch Alternativstandorte für den Markt während der Bauphase vor. Demnach wäre eine Möglichkeit, maximal 51 Händler an den Jungfernstieg auf die andere Seite des S-Bahnhofes zu verlegen. Eine andere Möglichkeit wäre, 43 Marktstände entlang des Oberhofer Weges unterzubringen.

Nicht im Auftrag des Planungsbüros enthalten war die Frage des Regenwassermanagements. Da die Bedingungen am Kranoldplatz jedoch günstig sind, wurden dennoch Chancen aufgezeigt: Der Einsatz von Zisternen in Verbindung mit Pumpen oder Entwässerungsanlagen sei technisch umsetzbar, auch eine Versickerung des Oberflächenwasserns mittels Rigolen sei denkbar.

Ob eine solche nachhaltige Lösung verfolgt wird, sollen die weiteren Gespräche im Rahmen der Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit zeigen. Bezirksstadtrat Urban Aykal (Grüne) will Ende April / Anfang Mai zu einer ersten Veranstaltung einladen.

Mit einem Beginn der Bauarbeiten rechnet der Dezernent ab 2030. Bis dahin soll die Detailplanung stehen und Fördermittel eingeworben werden. Zudem würde ein früherer Umbau des Platzes möglicherweise mit dem Bau des Projekts „Viktoria Lichterfelde Ost“ kollidieren. Die Brale Bau GmbH plant direkt am Kranoldplatz den Bau von 55 Wohnungen. Stadtrat Aykal hofft darauf, dass die beiden Bauvorhaben zeitlich abgestimmt aufeinander folgen können.

Die Machbarkeitsstudie steht hier zur Verfügung:
https://hidrive.ionos.com/share/1vyaupyitq

Kranoldplatz in den Stadtrand-Nachrichten:

https://stadtrand-nachrichten.de/category/gesellschaft-politik/kranoldplatz/

Daniela von Treuenfels

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