
In den Beteiligungsstellen wie hier beim NBH Wannseebahn stimmten die Kinder- und Jugendlichen über die Projekte ab. Foto: KiJuB
Der Kinder- und Jugendhaushalt Steglitz-Zehlendorf 2013 steht. Insgesamt 120 Kinder und Jugendliche haben in den vergangenen Tagen in drei verschiedenen Stadtteilen des Bezirks im Sinne eines kleinen Bürgerhaushalts über die Verteilung von 5.000 Euro entschieden. Die Wahl fiel auf neue „Jugendbänke“, ein Kiez-Baumhaus und die Unterstützung vorhandener Angebote.
In Lankwitz ist der Outreach-Jugendkulturbunker als Anlaufstelle dabei, mit Jugendlichen Treffpunkte im öffentlichen Raum instand zu setzen; so wünschen sich die jungen Menschen laut Abstimmung unter anderem neue „Jugendbänke“. Aber auch Kinder kamen zum Zuge und bestimmten die Anschaffung einer mobilen Minigolf- Anlage für den Kiez.
In Zehlendorf begleitet das MoWo vom Nachbarschaftsheim (NBH) Wannseebahn e.V. den Prozess. Die Jüngeren haben dort fürden Bau eines Baumhauses gestimmt, das den „Nilpferdspielplatz“ im Kiez ab dem Frühjahr schmücken soll. Die Jugend hat sich auch dort für Bänke eingesetzt, die im Rahmen eines„work projects“ entstehen sollen, sowie Licht und eine Wärmequelle in verschiedenen Jugendtreffs.
Im Steglitz organisierte die Jever9 als lokale Beteiligungsstelle den „kleinen Bürgerhaushalt“. Einige Kinder beteiligten sich nicht nur rege an der Entscheidung, sondern auch an der Recherche, um eine Lösung für die abgestimmten Vorschläge zu finden. Denn nicht alles lässt sich mit dem Budget gleich umsetzen – der Favorit, eine richtige Seilbahn, war nicht drin, aber elektrische Kinderquads werden nun bald im Kiez unterwegs sein. Außerdem soll mit einem Teil des Geldes der Streichelzoo im Ganztagsbereich unterstützt werden.
Mit Unterstützung des Kinder- und Jugendbüros sowie Fachleuten, beispielsweise vom Grünflächenamt, geht es nun an die Umsetzung der Projekte.
Junge Bürger bis 21 Jahre hatten die Chance, Vorschläge für den Kinder- und Jugendhaushalt einzureichen. Dabei sollten sie überlegen, was sie im Kiez, an ihren Freizeitorten, im Lieblingspark oder im Umfeld ihrer Schule vermissen. Als wichtige Voraussetzung galt, dass möglichst viele Menschen von der Idee profitieren. Fast 60 Ideen gingen bei den Beteiligungsstellen in Lankwitz, Zehlendorf und Steglitz ein. Anschließend fanden Abstimmungsevents statt, bei denen die Kinde und Jugendlichen einem der Projekte ihre Stimme geben konnten.
Durch den Kinder- und Jugendhaushalt sollen die jungen Menschen die Möglichkeit bekommen, über den Einsatz von Ressourcen und bei Planungen in ihrem unmittelbaren Umfeld mitzuentscheiden. Sie sollen erfahren, dass ihre Entscheidungen ernst genommen werden und eine Wirkung erzielen, was zudem gesellschaftliches Engagement stärke.
Der Kinder – und Jugendhaushalt wird koordiniert vom Kinder- und Jugendbüro Steglitz- Zehlendorf e.V. und finanziell gefördert durch das Jugendamt des Bezirks.
(sn)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner