Die Gehwege auf der Moltkebrücke am S-Bahnhof Botanischer Garten sollen noch vor Weihnachten gesperrt werden. Das hat die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz beschlossen. Damit Fußgänger weiterhin zum S-Bahnhof gelangen können, wird die Brücke zur Einbahnstraße. Auf der Ostseite der Fahrbahn wird ein Fußweg angelegt.
Autofahrer dürfen die Brücke dann nur noch in nördliche Richtung vom Gardeschützenweg aus überqueren. Wer in südliche Richtung will, kann über die Straße Unter den Eichen, den Wolfensteindamm, den Hindenburgdamm oder die Drakestraße die S-Bahntrasse unterqueren.
Die ursprüngliche Planung, die Brücke für den Autoverkehr ganz zu sperren, wurde verworfen. Vorangegangen war eine Bürgerinformationsveranstaltung am 21. August im Restaurant Enzian direkt an der Brücke. Eingeladen hatten die Abgeordneten Andreas Kugler (SPD) und Benedikt Lux (Grüne). Vor Ort waren Vertreter der oberen Verkehrsbehörde, der Senatsverwaltung und der unteren Verkehrsbehörde des Bezirksamtes, die die bisherigen Planungen vorstellten. Bei der Veranstaltung wurde von den anwesenden Bürgern und anliegenden Geschäftsleuten eine andere Lösung angeregt. Auch die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Steglitz-Zehlendorf setzte sich für die Änderung der ursprünglichen Pläne ein.
Infolgedessen wurde die Planung erneut überprüft und in Abstimmungen mit Senatsverwaltung, Polizei und Feuerwehr mit dem Ergebnis abgeändert, dass eine Fahrspur offen gehalten werden kann. Hierzu sagt der Abgeordnete Andreas Kugler: „Nach meinen Informationen wird der Aufbau der Absperrung am 11. Dezember beginnen. Es ist gut, dass die im Rahmen unserer Bürgerversammlung von den Anwohnern gemachten Vorschläge von der Verwaltung soweit wie möglich umgesetzt werden.“ Die Brücke weiterhin in beide Richtungen für den Fahrzeugverkehr offen zu halten, sei aus Platz- und Sicherheitsgründen nicht möglich, heißt es in der Pressemitteilung des Bezirksamtes vom Donnerstag, 7. Dezember.
Das Bezirksamt weist außerdem erneut alle Bürger, die trotz des bestehenden Verbots Fahrräder am Brückengeländer befestigt haben, darauf hin, diese in ihrem eigenen Interesse zu entfernen. Nach der Absperrung der Gehwege werden die Fahrräder nicht mehr erreichbar sein.
Die Moltkebrücke am S-Bahnhof Botanischer Garten soll in den nächsten Jahren abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Die Tragfähigkeit der mehr als 100 Jahre alten Brücke ist seit Jahren erheblich eingeschränkt. Die Baumaßnahmen sollen voraussichtlich im Jahr 2020 beginnen.
(sn)













Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner