Die Moltkebrücke am S-Bahnhof Botanischer Garten wird voraussichtlich ab der zweiten Augusthälfte für den Autoverkehr gesperrt. Grund dafür sind große Schäden an der Tragkonstruktion der Gehwegbereiche. Damit die Fußgänger weiterhin zur S-Bahn gelangen können, wird die Fahrbahn der Brücke zum Fußweg umgewandelt.
Die Gehwege der Moltkebrücke werden gesperrt und mit Bauzäunen abgesichert. Die Fußgänger und Radfahrer können die Brücke dann über die Fahrbahn überqueren. Das Bezirksamt weist darauf hin, dass Radfahrende zwar weiterhin die Brücke nutzen dürfen, die Fußgänger jedoch Vorrang haben. Außerdem bittet das Bezirksamt alle, die ihre Fahrräder am Brückengeländer befestigt haben, diese zu entfernen. Das sei im eigenen Interesse der Fahrradbesitzer, da nach der Absperrung die Fahrräder nicht mehr erreichbar sein werden.
Die Autofahrer können die S-Bahntrasse dann über den Gardeschützenweg beziehungsweise über die Straße Unter den Eichen am Wolfensteindamm, am Hindenburgdamm oder über die Drakestraße unterqueren.
Die Moltkebrücke wird in den nächsten Jahren abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Die Tragfähigkeit der mehr als 100 Jahre alten Brücke ist seit Jahren erheblich eingeschränkt. Der Baubeginn ist für 2020 geplant. Nach groben Schätzungen sollen die Kosten dafür rund vier Millionen Euro betragen.
(sn)













Symbolbild: Der unvergessene "Zick-Zack-Radweg" in der Leo-Baeck-Straße in Zehlendorf (2018). | Foto: Baumann[/caption]
Der ADFC will’s wissen: Bis zum 30. November können Radfahrerinnen und Radfahrer bewerten, wie fahrradfreundlich Berlin ist.
Wie ist der Zustand der Radwege? Wie viel wird fürs Radfahren schon getan? Macht Radfahren Spaß oder ist es eher Stress? Wie bewerten die Menschen das Fahrradklima in Berlin? „Die Ergebnisse zeigen, wo Berlin beim Radverkehr wirklich steht und wo noch nachgebessert werden muss. Wir rufen alle Radfahrerinnen und Radfahrer dazu auf, bei der großen Umfrage mitzumachen“, sagt Marlene Alber, Politische Referentin des ADFC Berlin. Die Erhebung wird seit 2012 alle zwei Jahre durchgeführt und vom Bundesverkehrsministerium gefördert. Im Jahr 2024 beteiligten sich rund 213.000 Menschen in über 1000 Orten in Deutschland. Das bundesweite Ranking der fahrradfreundlichsten Städte und weitere Ergebnisse der Befragung werden im Frühjahr 2027 vorgestellt.
Zum ersten Mal widmet der ADFC Kindern und Jugendlichen eine eigene Umfrage im ADFC-Fahrradklima-Test. Was brauchen junge Menschen, um selbstständig mit dem Rad unterwegs zu sein? Die Umfrage soll zeigen, was beim Radfahren gut funktioniert, was Schwierigkeiten macht und was sich verändern muss, damit Kinder und Jugendliche gerne oder überhaupt auf das Fahrrad steigen.
Wie sicher fühlt sich Radfahren an? Sind die Radwege breit genug und in einem guten Zustand? Wie häufig wird das Fahrrad genutzt? Die Online-Befragung zum ADFC-Fahrradklima-Test besteht aus 27 Fragen, dauert rund zehn Minuten und läuft bis zum 30. November 2026.
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