19. Mai 2025
Der Regionalinkubator Berlin Südwest lädt zum 30. RegioTalk ein. Das Thema lautet: "Wirtschaftsmotor Innovation - Wege in die Zukunft".
Für kleine und mittlere Unternehmen ist Innovationsfähigkeit ein zentraler Erfolgsfaktor für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit - auch am Standort Steglitz-Zehlendorf. Doch es gilt den Trendbegriff "Innovation" mit konkretem Handeln zu füllen.
Nachhaltige Innovationsprozesse entstehen dort, wo kontinuierlicher Austausch, unternehmerischer Mut und gezielte Kooperation zusammentreffen. Innovation ist dabei mehr als Upskilling und Microlearning. Sie erfordert Strukturen, die echte Veränderung ermöglichen.
Doch welche Voraussetzungen benötigen Unternehmen, um als Innovationsmotoren wirken zu können? Welche Faktoren sind von zentraler Bedeutung für den Innovationsprozess? Wie muss die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft gestaltet werden? Und welche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, um innovatives Vorgehen gezielt zu fördern?
Im Rahmen des 30. RegioTalk des Regionalinkubators Berlin Südwest zum Thema „Wirtschaftsmotor Innovation – Wege in die Zukunft“, spricht der Moderator des Abends, Juri Effenberg, mit den Gästen Dr. Severin Fischer, (Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe), Dr. Lutz Kettner (Vorstandsmitglied Business Angels Club Berlin Brandenburg e. V.), Stefanie Schwass (KNAUER Wissenschaftliche Geräte GmbH) sowie Arina Trofimova und Francesco Meriggi (DeepFile UG) über diese und viele weitere Themen, die im Hinblick auf eine zielführende innovative Transformation der Wirtschaft und seiner Akteure von Bedeutung sind und/oder sein werden..
Der Abend ist für alle Gäste kostenfrei. Eine Anmeldung ist bis zum 15. Mai via E-Mail an regionalinkubator@ba-sz.berlin.de erwünscht.












Johanna Mertens in der BVV am 22. April 2026, Rede zum Thema Kinder- und Jugendparlament | Foto: Grüne Fraktion[/caption]
Steglitz-Zehlendorf bekommt ein Kinder- und Jugendparlament. Das hat die BVV in der vergangenen Woche beschlossen.
Wir dokumentieren die Rede von Johanna Martens, jugendpolitische Sprecherin der Fraktion der Grünen, im Wortlaut:
Wir haben vor anderthalb Jahren einstimmig beschlossen, ein Beteiligungsgremium für Kinder und Jugendliche auf den Weg zu bringen. Seitdem ist viel passiert: Es gab einen strukturierten Beteiligungsprozess, Gespräche in Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen und mit Fachkräften. Und vor allem mit den jungen Menschen selbst.
Wir haben uns bewusst nicht vorab auf eine Struktur für ein solches Gremium festgelegt und diese den Kindern- und Jugendlichen vorgesetzt, sondern den Beteiligungsprozess ernst genommen. Das Ergebnis dieses Prozesses war eindeutig: Die Kinder und Jugendlichen in Steglitz-Zehlendorf wollen ein Kinder- und Jugendparlament.
Das Kinder- und Jugendparlament wird demokratisch gewählt, breit zusammengesetzt aus Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Vereinen und weiteren Organisationen. Es gibt klare Regelungen zur Repräsentanz und zur Einbindung verschiedener Gruppen im Bezirk.
Und mit der Änderung der Geschäftsordnung integrieren wir dieses neue Gremium in unsere Arbeit in der BVV: Das Kinder- und Jugendparlament wird zu den Sitzungen eingeladen, kann eigene Anträge in die BVV einbringen und erhält eine nachvollziehbare Rückmeldung, wenn Anträge abgelehnt werden sollten. Auch Rederechte sind vorgesehen. Das sind notwendige strukturelle Veränderungen, die echte Mitwirkung ermöglichen.
Warum ist das so wichtig? Weil wir damit zeigen, dass wir die Anliegen junger Menschen ernst nehmen. Weil wir damit Vertrauen in die Bezirkspolitik schaffen. Und weil wir somit ganz konkret in und mit diesem Gremium etwas gegen Politikverdrossenheit tun.
Viele junge Menschen haben das Gefühl, dass Politik über sie hinweg entscheidet, sie nicht ernst nimmt. Doch wer früh erlebt, dass die eigene Stimme gehört wird und Einfluss hat, entwickelt Vertrauen in demokratische Prozesse. Mit diesem Beschluss heute können wir zeigen: Eure Perspektiven sind nicht nur willkommen – sie haben Gewicht.
Gleichzeitig profitieren auch wir als Bezirksverordnete und der Bezirk selbst: Kinder und Jugendliche nehmen ihren Bezirk anders wahr als wir Erwachsene, haben oft einen anderen Blick auf ihren Alltag: auf Schulwege, Freizeitangebote oder öffentliche Räume. Sie sehen Probleme, die wir vielleicht übersehen würden und haben Ideen, auf die wir selbst nicht kommen würden. Diese Perspektiven machen unsere Entscheidungen als BVV besser.
Deshalb geht es heute auch um Vertrauen: Vertrauen darin, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen können und wollen. Und dass sie uns als Bezirkspolitik vertrauen können. Und es geht um Respekt: Respekt vor der Zeit, dem Engagement und den klaren Forderungen, die im Beteiligungsprozess formuliert worden sind.
Ich möchte mich deshalb im Namen der Grünen Fraktion ausdrücklich bei allen bedanken, die daran mitgewirkt haben: bei allen Kindern und Jugendlichen, die sich eingebracht haben, bei den Einrichtungen, Fachkräften und der Verwaltung, die diesen Prozess getragen haben. Sie haben die Grundlage dafür geschaffen, dass wir heute diesen Schritt gehen können.