4. Februar 2026
Der Regionalinkubator Berlin Südwest lädt zum 32. RegioTalk in die Räumlichkeiten der Dosch Messapparate GmbH ein. Das Thema lautet: „Unternehmensnachfolge: Zwischen Übergabe und Neuausrichtung – Wie gelingt der Wechsel?“.
Die Abwicklung einer Unternehmensnachfolge ist mehr als ein formaler Übergabeprozess, sie ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für die nachhaltige Zukunft der jeweiligen Firmierung. Wenn Erfahrung, Werte und unternehmerisches Know-how bewusst weitergegeben werden, entstehen Stabilität, Kontinuität und neue Entwicklungschancen.
Eine gut gestaltete Nachfolge verbindet Bewährtes mit frischen Ideen, sichert Arbeitsplätze und stärkt das Vertrauen von Mitarbeitenden, Kundinnen und Kunden sowie Geschäftspartnern. Gleichzeitig ermöglicht sie neuen Führungspersönlichkeiten, Verantwortung zu übernehmen und das Unternehmen zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.
Der Weg zu einer erfolgreichen Unternehmensnachfolge erfordert jedoch frühzeitige Planung, transparente Kommunikation und Offenheit für unterschiedliche Erwartungen und Perspektiven. Ziel ist es, klare Strukturen zu schaffen, die den Übergang in Führung, Eigentum und Verantwortung unterstützen - strategisch, menschlich und kulturell.
Doch welche Chancen bietet eine gelungene Unternehmensnachfolge ganz konkret für Unternehmen? Wie lassen sich Risiken frühzeitig erkennen und minimieren? Und was brauchen Übergebende wie Nachfolgende, damit der Generationswechsel nachhaltig gelingt?
Der Moderator des Abends, Juri Effenberg, spricht mit Hausherr Sven Dosch (Dosch Messgeräte GmbH) sowie den Gästen Susanne Kluttig (Nachfolgezentrale Berlin) und Wolfgang Priedemann (ehem. Priedemann Fassadenberatung GmbH) über diese und viele weitere Themen, die im Hinblick auf einen Führungswechsel für Unternehmen von Bedeutung sind.
Bereits um 17.30 Uhr bietet Gastgeber Sven Dosch eine spannende Führung durch die Produktionsstätte seines Unternehmens an.
Der 32. RegioTalk des Regionalinkubators Berlin Südwest findet in den Räumlichkeiten der Dosch Messapparate GmbH, Kamenzer Damm 85, 12249 Berlin, statt.
Die Anzahl der Teilnehmenden ist aus Kapazitätsgründen auf maximal 30 Personen beschränkt.
Der Abend ist für alle Gäste kostenfrei. Eine Anmeldung ist bis zum 3. Februar via E-Mail an regionalinkubator@ba-sz.berlin.de erwünscht. Ein Überblick über den Ablauf des RegioTalk sowie über alle weiteren Veranstaltungen des Regionalinkubators Berlin Südwest ist auf www.regionalinkubator.de zu finden.












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Mit Eltern, Kindern und hochrangigen Gästen ging am Wochenende ein temporäres Beteiligungsprojekt von Kindern und für Kinder an den Start. Der Kirchenraum der Patmos-Gemeinde in der Steglitzer Gritznerstraße wurde dafür komplett umgekrempelt.
Der seit 1963 bestehende würfelförmige Gemeindesaal, in dem sonst eine rituelle Ordnung mit Orgel, Altar, Kanzel und Stuhlreihen besteht, hat nun den Charakter eines Indoor-Spielplatzes. Es gibt Höhlen, eine Bastelecke, Tobeflächen und „Aquarien“ mit Fischen.
Fische, logisch. Denn rund um eine Insel ist Wasser, und da ist auch Leben. Genau wie auf der Insel, dort wohnen die Kinder. Über allem schwebt Frieda, die Taube. Sie achtet darauf, dass es allen gutgeht. Das ist das von den Kindern erdachte Konzept der Friedensinsel.
Eine Transformation vom Kirchensaal zur Friedensinsel ist nicht nur ungewöhnlich, sondern hat alle Beteiligten Hirn, Kraft und Zeit gekostet. Der Kirchenkreis Steglitz stand als Geldgeber zur Seite. Am Anfang standen Berichte aus der Partnergemeinde im schwedischen Göteborg, erzählt Gemeindepädagogin Stefanie Conradt. Dort gebe es schon länger einen (dauerhaften) extra gestalteten Raum für Kinder. Auch in Deutschland fänden sich Beispiele: In Hannover, Hildesheim oder Hamburg bieten Gemeinden den Jüngsten zeitweise oder permanent eigene Orte für ihre Themen und Fragen.
Stefanie Conradt fand mit ihrem Wunsch nach einem Beteiligungsprojekt Verbündete in der Pfarrerin der Patmos-Gemeinde und dem Kirchenkreis Steglitz-Zehlendorf. Die Umsetzung wurde über einen Zeitraum von 16 Monaten intensiv geplant und vorbereitet: Ein Kirchenraum, der unter der Beteiligung von Kindern ganz nach ihren Ideen und Bedürfnissen ausgestattet ist und in dem das passiert, was Kinder sich wünschen. Ein Ort zum Spielen, Ruhen, Reden, Tanzen, Hören und Feiern.
Rund 300 Kinder beteiligten sich an Aktionstagen und Umfragen und formulierten ihre Ideen und Wünsche für die Friedensinsel. Der zehnköpfige Kinderrat mit Kindern zwischen 5 und 11 Jahren beriet diese Ideen mit Studierenden des Masterstudiengangs Bühnenbild der Technischen Universität Berlin. Nach mehreren Abstimmungsrunden gestalteten die Studierenden den Kirchenraum nach den Wünschen der Kinder um.
Am Sonnabend wurde die umgestaltete Kirche nun feierlich eröffnet – auf Socken, denn Schuhe sind hier (wie auch Handys, Schimpfwörter, Essen und Trinken) nicht erlaubt; so haben es die Kinder entschieden.
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Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Bischof Christian Stäblein präsentierte sich also untenrum schwarz-gelb, während er oben exakt den Ton traf. Kurzweilig und kindgerecht und in einer Art Mitmach-Ansprache verdeutlichte der Geistliche anhand von Willkommensgesten das Ziel der Friedensinsel: Ankommen, sich sicher fühlen und wachsen. Auch die Ghettofaust – „meine Lieblingsbegrüßung“ – sei eine herzliche Gebärde: zunächst verschlossen, öffnet sie sich zu einem fröhlichen Gruß. Darum, so Stäblein, gehe es hier: aus sich herauskommen, sich die Welt erschließen und sich darin entwickeln.
In Vertretung des Regierenden sprach Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson zur Gemeinde. Ihre Botschaft: Ihr Kinder seid die Zukunft, habt die Chance zu gestalten, „und das müsst ihr auch“. Was die Politik tut, um Ressourcen und Strukturen für die Beteiligung von Kindern bereitzustellen, sagte die Senatorin nicht. Da war es doch gut, dass die anwesenden Bezirksstadträte (Tim Richter (CDU), Carolina Böhm (SPD) und Malgorzata Sijbrandij (CDU)) nicht zu Wort kamen. Die Lokalpolitiker hätten erklären müssen, dass Steglitz-Zehlendorf es im Gegensatz zu vielen anderen Bezirken noch nicht geschafft hat, ein Kinder- und Jugendparlament zu etablieren. Die BVV wird erst in dieser Woche einen Beschluss dazu fassen.