Mit einer „offenen Antwort“ reagiert die SPD-Fraktion auf den Offenen Brief des Bezirkselternausschusses (BEA) Steglitz-Zehlendorf, in dem dieser die sofortige Besetzung der freien Stellen in der Hochbauabteilung des Bezirksamtes verlangt. So wie den „Offenen Brief“ des BEA veröffentlichen wir hier auch die Antwort darauf:
„Sehr geehrte Frau Unteutsch,
vielen Dank für den offenen Brief des Bezirkselternausschusses vom 17.06.2015, den ich gern beantworten möchte.
Ich bin sehr verwundert, dass Sie, wie schon des Öfteren, als Vorsitzende des Bezirkselternausschusses (BEA) Sachverhalte vermengen, die so nicht zusammen passen. Des Weiteren machen Sie sich als politisch unabhängiger Ausschuss zum politischen Sprachrohr des Bezirksbürgermeisters Kopp (CDU) und verbreiten unkommentiert falsche Aussagen. Von einer Vorsitzenden eines so wichtigen Gremiums wie der BEA erwarte ich mehr Sachkenntnis und Objektivität.
Die SPD-Fraktion hätte sich auch gewünscht, dass die Besetzung der Stellen im Hochbau schneller von statten geht, doch zwingen formale und juristische Gründe zu einem besonnenen Stellen-besetzungsverfahren. Uns ist ein rechtsstaatliches korrektes Verfahren lieber als eine dubiose Stellenbesetzung, wie zuletzt Ende letzten Jahres im Umweltamt geschehen. Nach einer schriftlichen Anfrage im Abgeordnetenhaus im August 2014 dauert in Berlin – egal ob Haupt- oder Bezirksverwaltung – eine Stellenbesetzung zwischen sechs und zwölf Monaten. Je hochwertiger die zu besetzende Stelle, desto länger dauert es. Dieses ist inzwischen jedem aufmerksamen Leser der Tagespresse hinlänglich bekannt.
In der BVV am 17.06.2015 als auch im Bauausschuss am 26.05.2015 hat Herr Stadtrat Karnetzki ausgeführt, dass bereits eine Stelle besetzt ist und die weiteren Stellen zeitnah besetzt werden. Eine kollegiale Unterstützung der SE Personal – verantwortet durch den Bezirksbürgermeister Kopp – hätte sicherlich zu einer Beschleunigung des Verfahrens geführt.
Im Jahr 2014 hat Herr Stadtrat Karnetzki mit seinem Hochbauamt 21 Mio. EUR für die Sanierung der Schulen ausgegeben. Die Gelder stammen aus den verschiedenen Sonderprogrammen und aus der baulichen Unterhaltung. Noch nie hat ein Baustadtrat so viel Geld in einem Jahr verbaut. Der nicht verausgabte Anteil liegt bei ca. 4%!
Die SPD-Fraktion hat nach dem jetzigen Kenntnisstand keinerlei Zweifel, dass auch im Jahr 2015 vom Hochbauamt der Sanierungsstau an den Steglitz-Zehlendorfer Schulen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln weiter abgebaut wird.
Der von Ihnen gezogene Zusammenhang, dass vier neue Mitarbeiter im Hochbauamt den Sanierungsstau an den Schulen umgehend beenden, ist sehr gewagt und eher nicht nachvollziehbar. Wir sind uns einig, dass der Sanierungsstau immens ist, und es auch einiger Zeit bedarf, bis er wieder auf einem erträglichen Maße reduziert wurde bzw. komplett abgebaut sein wird. Der Sanierungsstau an den Schulen ist ein Ergebnis von vielen Jahren und ist eine Folge von finanziellen Prioritätensetzungen in der Vergangenheit, die nicht die Instandhaltung der Schulen im Fokus hatte. Die Verantwortung für die Schulen liegt seit über 15 Jahren – insbesondere für die Gebäude – bei den Stadträten der CDU und der GRÜNEN. Das Hochbauamt wird erst nach Auftrag des Schulamtes tätig.
Die SPD-Fraktion wird sich weiter dafür einsetzen, dass alle zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel für die Sanierung der Schulen investiert werden.
Mit freundlichen Grüßen
Norbert Buchta Fraktionsvorsitzender“












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner