Der Onkel-Tom-Kiez lässt die „Goldenen 20er“ wieder auferstehen. Am Sonnabend, 8. September, feiert die Ladenstraße im U-Bahnhof Onkel Toms Hütte ihren 80. Geburtstag.
Bereits 1929 wurde die Verlängerung der U 3 und die Eröffnung des Bahnhofes Onkel Toms Hütte gefeiert, deren beiden Kopfgebäude von Alfred Grenander entworfen wurden. Die Ladenpassage wurde dann drei Jahre später nach Zeichnungen Otto Salvisbergs an beiden Längsseiten ergänzt.
In die Entstehungszeit von Bahnhof und Passage entführt die Geburtstagsfeier am Sonnabend. Auf der Bühne erklingen ab 10.30 Uhr Songs aus den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, vorgetragen vom Siedlungschor. Anschließend ist das Berliner Swing- und Jazz Trio „Die Kavaliere“ dran. Mit Gedichten und Couplets von Ernst Reuter, Friedrich Hollaender und Kurt Tucholsky unterhalten von 13 bis 14 Uhr die Schlitzohren ihr Publikum.Tango und Swing sowie Lieder von Georg Kreisler vervollständigen das Programm.
Flaniert wird in Kostümen der Zeit, wer will, kann sich beim Friseur einen Bubikopf schneiden oder eine Wellenfrisur legen lassen. Auch die anderen Geschäfte haben sich etwas „Zeitgemäßes“ einfallen lassen. So gibt es Haushaltsgeräte aus dem Energie-Museum zu bestaunen, ein Karussell, einen Porträtzeichner, historische Fotos und einen Massagestuhl. Auch die Kleinen können sich verkleiden und in ihrem 20er Jahre Outfit fotografieren lassen, basteln, malen und mit der Pferderennbahn spielen. Wer will, kann den Kiez gemütlich vom Oldtimer aus erkunden. In der Bruno-Taut-Galerie liest ab 13 Uhr Ute Scheub aus ihrem Buch „Verrückt nach Leben“, um 16 Uhr ist Marlene Dietrich in ihrer Paraderolle in „Der blaue Engel“ zu sehen.













Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: